Arbeitnehmerschutz: Bures wirft Bartenstein kurzsichtige Klientelpolitik für Unternehmer vor

Einschränkungen bei Schutzbestimmung für Arbeitnehmer und bei Arbeitsmedizin werden von SPÖ abgelehnt

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures wirft Wirtschafts-und Arbeitsminster Bartenstein "reine Lobbypolitik für die Unternehmer" vor. Das gestern von Bartenstein vorgelegte "Reformpapier" bringe nicht zu akzeptierende Verschlechterungen im Arbeitnehmerschutz, betonte Bures am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie wies darauf hin, dass seit dem Jahr 1994 durch verbesserten Arbeitnehmerschutz und durch ein besseres arbeitsmedizinisches Angebot die Zahl der Arbeitsunfälle signifikant zurückgegangen ist. "Bartenstein setzt die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen für kurzsichtige Klientelpolitik aufs Spiel", so Bures. ****

Im Jahr 1994 passierten 164.000 Arbeitsunfälle, die Unfälle gingen bis 1998 auf 119.000 zurück, im Vorjahr kam es wieder zu einem Anstieg auf 128.000. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin betonte, dass es der SPÖ um die Gesundheit der Menschen gehe. Sie machte deutlich, dass Bartenstein von einem "völlig falschen, weil ausschließlich an kurzfristigen Kostenaspekten orientierten, Ansatz" ausgehe. Denn längerfristig bringe die von Bartenstein vorgeschlagene Einschränkung im Arbeitnehmerschutz mehr menschliches Leid und höhere Kosten für die Wirtschaft und das Gesundheitssystem, sagte Bures.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin spricht sich im Gegensatz zum Wirtschaftsminister für einen Ausbau der arbeitsmedizinischen Versorgung aus. Insbesondere sollen auch psychische Belastungen am Arbeitsplatz in das Tätigkeitsfeld einbezogen werden.

Erneut werde hier unter Beweis gestellt, dass die Zusammenlegung der Ressorts Arbeit und Wirtschaft "zu einer nachhaltigen Verschlechterungen für die Arbeitnehmer" führe, so Bures abschließend. (Schluss) wf

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