VP-Prochaska zu Wechsel von LIF-Pöschl: "War schon mehr überrascht"

Wann kehren die Grünen in den Schoß der "roten Familie" zurück?

Wien (ÖVP-Klub) Wenig überrascht zeigte sich heute VP-Klubobmann Johannes PROCHASKA über den Wechsel des ehemaligen LIF-Mandatars Hanno Pöschl zur Wiener SPÖ. "Pöschl hat diesen Wechsel im Grunde ja schon bei der Abspaltung vom LIF angekündigt, als er meinte er stammt aus sozialdemokratischem Elternhaus." PROCHASKA bezeichnete den Wechsel daher als "voraussehbar und wenig sensationell".***

Pöschls Wechsel zur SPÖ zeige nur einmal mehr die Rückgratlosigkeit ehemaliger LIF-Gemeinderäte auf, die nun krampfhaft nach Versorgung suchen. PROCHASKA gab Pöschl aber dennoch einen Ratschlag mit auf den Weg: "Er sollte bedenken, daß man in der Wiener SPÖ zwar den Verrat, nur selten aber die Verräter mag." Wie man höre, sei die Kandidatur Pöschls auf der nächsten Gemeinderatswahlliste ja keineswegs sicher. "Ich persönlich rechne jedenfalls nicht damit, daß der Herr Pöschl nach der Wahl im kommenden Jahr auch noch dem Wiener Gemeinderat angehört." Der vor wenigen Monaten zur SPÖ übergelaufene ehemalige FPÖ-Gemeinderat Gehringer soll sich, dem Vernehmen nach, seinen Wechsel mit einem lukrativen Konsulentenvertrag bei einem SP-nahen Unternehmen versüßen haben lassen. "Mich würde interessieren, ob sich Pöschl auch auf diese Weise absichern hat lassen", so PROCHASKA.

Der VP-Klubchef kann sich nicht vorstellen, daß die Werbewirksamkeit Pöschls bei den SP-Wählern besonders hoch ist und er viele liberale Wähler mitnehmen kann. "In meiner Definition ist der Liberalismus weit entfernt vom Sozialismus." "Irgendwen hat er also bisher belogen", so PROCHASKA. "Entweder sich selbst oder aber seine Wähler."

Die von der SP proklamierte "Heimholung des verlorenen Sohnes" bezeichnete der VP-Klubobmann als "eine Mischung zwischen Peinlich-und Lächerlichkeit. "Die wahrhaft verlorenen Söhne und Töchter der SPÖ sitzen mittlerweile bekanntermaßen ja eher bei den Grünen. Ich bin ja gespannt wann die Grünen unter Chorherrs Führung geschlossen in den Schoß der roten Familie zurückkehren", so PROCHASKA.

Für die politische Situation in Wien sei Pöschls Wechsel jedenfalls irrelevant, vor allem deshalb, "weil es den Herrn Pöschl nach den nächsten Wahlen nur noch als Privatperson geben wird".***

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000 / 81 915
Fax: (01) 4000 / 99 819 15
E-mail: presse@oevp.wien.at
http://www.oevp-wien.at

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/VPR