VP-Prochaska: Häupl soll nach Ederer-Abgang das Finanzressort übernehmen

Wien (ÖVP-Klub) Zum offenbar unmittelbar bevorstehenden Wechsel der Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer äußerte sich heute der Klubobmann der Wiener Volkspartei LAbg. Johannes PROCHASKA: "Ich bin dafür, daß der Herr Bürgermeister und Landeshauptmann Häupl das Finanzressort übernimmt." In allen anderen österreichischen Bundesländer würden die Landeshauptleute auch Verantwortung für ein Ressort übernehmen, dieses Modell sei auch für Wien wünschenswert.***

PROCHASKA hatte diesen Vorschlag schon beim Amtsantritt von Bürgermeister Häupl im Jahr 1994 gemacht. "Es ist immer noch nicht einzusehen, warum ausgerechnet Wien sich hier von allen anderen Bundesländern unterscheiden soll", so der VP-Klubchef. "Durch die Zusammenlegung der beiden Funktionen kann man außerdem nicht nur ein Regierungsmitglied sondern auch ein Menge Geld einsparen."

Zuletzt war in einer Tageszeitung kolportiert worden, daß entweder Gesundheitsstadtrat Rieder oder Vizebürgermeisterin Grete Laska das Finanzressort übernehmen könnten. Rathausinternen Gerüchten zufolge sollen sich auch die Stadträte Faymann und Brauner heftig um die Ederer-Nachfolge bewerben. "Davon halte ich überhaupt nichts", stellte PROCHASKA klar. "Intelligenter wäre, wenn der Herr Bürgermeister und Landeshauptmann ein etwas ausgewogeneres Verhältnis zwischen Repräsentation und Berufspflichten herstellen wollte und sich daher des im Jänner vakant werdenden Finanzressorts annimmt. Offenbar ist Häupl derzeit ohnehin nicht voll ausgelastet, ansonsten würde er wohl nicht nahezu täglich die Öffentlichkeit mit Neuwahlgedanken behelligen."

Auch der VP-Klubchef sprach sich zum wiederholten Male und in aller Deutlichkeit gegen eine Vorverlegung der Gemeinderatswahl aus. "Es gibt überhaupt keinen plausiblen Grund vom vorgesehenen Wahltermin im Herbst 2001 abzurücken", so der VP-Politiker. Die Wiener Koalition habe noch etliches an Arbeit zu erledigen, die Wiener VP werde daher einer etwaigen vorzeitigen Auflösung des Wiener Gemeinderates "auf gar keinen Fall zustimmen". Aus Sicht PROCHASKAS bedeute der SP-Wunsch nach einer Vorverlegung "nicht mehr und nicht weniger, als daß man bei den Genossen einen anderen Koalitionspartner wünscht." Wenn dies der Fall sein sollte, dann solle Häupl dies endlich deutlich der Bevölkerung sagen.

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