KfV: DON'T PUNSCH AND DRIVE - DAS TAXI NACH DEM PUNSCHGENUSS KANN LEBEN RETTEN

Wien (OTS) - Noch immer rund 100 Tote jährlich durch Alkohol am Steuer. Kuratorium für Verkehrssicherheit warnt vor Autofahrten nach Punschgenuß Weihnachtspunsch, Beerenpunsch, Engelspunsch:
Christkindlmärkte treffen derzeit allerorts den (Geschmacks-)Nerv der Zeit. Doch was als geselliges Aufwärmen bei kühlen Temperaturen beginnt, endet im Straßenverkehr nicht selten tödlich: Im Vorjahr kamen rund 100 Verkehrsteilnehmer bei Alkohol-Unfällen ums Leben, zwischen Jänner und September 2000 waren es bereits 47 Getötete, die durch Alkohol am Steuer ums Leben kamen. "Weihnachtszeit ist auch Punschzeit. Damit die Verkehrssicherheit darunter nicht leidet, sollten Sie den Heimweg mit Öffentlichen Verkehrsmitteln antreten -don't punsch and drive", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

KfV-Experten warnen eindringlich vor Autofahrten nach Punschgenuß. Grundsätzlich sollte man vorm Autofahren der Sicherheit zuliebe gänzlich auf alkoholische Getränke verzichten. Vom Gesetzgeber erlaubt sind maximal 0,5 Promille, für Probeführerschein-Besitzer sowie Lkw- und Buslenker gilt sogar die 0,1 Promillegrenze. "Alkohol verändert schon in geringen Mengen unser Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen. Bei 0,5 Promille ist das Unfallrisiko bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand, bei 0,8 Promille steigt dieses Risiko sogar auf das Vierfache", warnt Dr. Thann.

Schon ein Glas Punsch kann zuviel sein

Die "Ein-Glas-Regel" bietet gerade bei Mischgetränken keine Garantie dafür, die 0,5- Promillegrenze nicht zu überschreiten. Da jeder Mensch individuelle körperliche Eigenschaften besitzt, kann für den Einzelnen nicht mit Sicherheit im voraus festgestellt werden, wieviel Promille er nach einer bestimmten Alkoholmenge haben wird.

Die Promillehöhe ist vorwiegend von folgenden Faktoren abhängig:

  • Körpergewicht
  • Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird
  • Magenfüllung
  • Individuelle Relation zwischen Muskel- und Fettgewebe
  • Geschlecht und
  • Gesundheitszustand

Entgegen dem noch immer weit verbreiteten Irrglauben ist die Promillehöhe nicht von der subjektiven Befindlichkeit oder der Selbsteinschätzung der Trinkfestigkeit abhängig. Auch wenn man sich noch nicht "blau" fühlt, kann bereits eine körperliche Beeinträchtigung vorliegen. Auch körperliche Betätigung ist kein Heilmittel gegen den Schwips: Alkohol kann man nicht "herausschwitzen". Den Heimweg vom vorweihnachtlichen Punsch-Event sollten Sie daher auf jeden Fall mit den Öffis antreten.

In diesem Sinn wünscht das Kuratorium für Verkehrssicherheit allen Verkehrsteilnehmern eine besinnliche, unfallfreie Weihnachtszeit.

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