Hetzl für Pilotprojekte im Telekommunikationsbereich

Wien, 2000-12-07 (fpd) - Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Gerhard Hetzl betonte in seinem gestrigen Debattenbeitrag zum Budgetkapitel Technologie im Parlament die Wichtigkeit von regionalen Pilotprojekten in der Telekommunikationsbranche im Hinblick auf die Schaffung von heimischen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen im zukunftsträchtigen IT-Bereich. ****

Im europäischen Vergleich liege Österreich, was die Internet-Kosten und die Zahl der Nutzer anlangt, im Mittelfeld. In den letzten Jahren sei es seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes erwartungsgemäß zu einem starken Anstieg der Zahl der Anbieter, Teilnehmer und der Umsätze gekommen, was zu positiven Effekten auf dem Arbeitsmarkt geführt habe, so Hetzl.

Dabei seien es oft kleine nicht bekannte Innovationen, die bahnbrechende Fortschritte in der Technologie bewirkten. Hetzl verweist auf eine Initiative in der Region Weststeiermark, die auf die Errichtung eines lokalen Breitbandfunknetzes abziele. Dieses Projekt sei auch deswegen von besonderer Bedeutung, weil eine Ausweitung über die Region hinaus bis in den Großraum Graz geplant sei. "Nur mehr überregionale Projekte und damit überregionales Denken werden in Zukunft Chancen haben", gibt sich der freiheitliche Politiker überzeugt. Dies erfordere aber ein Umdenken bei den politischen Entscheidungsträgern. Ein positiver Effekt des genannten Vorhabens sei die Vernetzung von Wirtschaftsbetrieben mit öffentlichen Einrichtungen wie Gemeinden, Banken, Schulen, Universitäten etc. sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Errichtung sogenannter "Call-Center" und "Tele-Parks".

Die drahtlose Übertragung großer Datenmengen sei bislang nicht üblich gewesen. In einer besonders krisengeschüttelten Region stelle dieses Technologieprojekt aber einen Schritt zur notwendigen Strukturveränderung dar, da der finanzielle Aufwand für Datenübertragungen, sei es für Telefonie, Internet, e-mail, "e-commerce" und Bildübertragungen einen wesentlichen Kostenfaktor und damit erheblichen Wettbewerbsfaktor ausmache, so Hetzl.

Im Bildungsbereich setze die dort angesiedelte Handelsakademie Voitsberg einen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich Informationstechnologie (IT) und "e-commerce", um die Entwicklung in diese Richtung zu unterstützen. Dies sei auch eine Antwort auf den Engpaß, der durch die Vernachlässigung der Ausbildung von IT-Fachkräften in Österreich entstanden sei.

Es sei Zeit, das vorhandene Potential, das eine leistungswillige Jugend darstelle, in Form gezielter und zukunftsorientierter Ausbildungszweige zu nutzen, so Hetzl abschließend. Das von ihm angeführte Beispiel könnte so zu einem Pilotprojekt für wichtige Ausbildungsinitiativen werden, die Diskussion um den Import von ausländischen IT-Fachkräften würde sich damit mittel- bis langfristig als überflüssig erweisen. (Schluß)

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