Grollitsch kritisiert Geschäft mit Tierleid

Wien, 2000-12-07 (fpd) - Der freiheitliche Bundestierschutzsprecher Abg. Dr. Udo Grollitsch kritisierte in einer kurzen Wortmeldung zur gestrigen Landwirtschaftsdebatte im Parlament das Geschäft mit dem Tierleid. ****

"Die Landwirtschaftsdebatte darf nicht vorbeigehen, ohne daß das Thema Tierschutz angesprochen wird", leitete Grollitsch seinen Debattenbeitrag ein. BSE und Massentierhaltung seien ein Tierschutzproblem, schließlich sei die heimtückische Kreutzfeld-Jakob-Krankheit ja das traurige Produkt einer denaturierten Fütterung. EU-weit werde infolge einer verfehlten Subventionspolitik, welche Lebendtiertransporte unter unwürdigsten Bedingungen quer durch den Kontinent fördere, ein Geschäft mit dem Tierleid gemacht. Österreichs Bauern betrieben so gesehen eine Gratwanderung zwischen artgerechter Tierhaltung, Preisdruck und hoher Qualitätsnorm, und viele Bauern würden bei dieser "Kletterpartie" eben abstürzen. Der freiheitliche Abgeordnete zeigte sich erfreut darüber, daß die neue Infrastrukturministerin Dr. Monika Forstinger bereits signalisiert habe, im Rahmen ihrer Möglichkeiten energisch gegen das Transportleid vorzugehen.

"Die EU und ihr Kommissär werden nicht länger am Tierschutzthema vorbeikommen", so Grollitsch weiter, denn schon wegen der Chancengleichheit brauche die Tierzucht einheitliche Tierschutzstandards. Auf der anderen Seite hätten die Länder endlich vor wenigen Tagen den 15a-Vertrag zum erhöhten Tierschutz im außerlandwirtschaftlichen Bereich unterschrieben. Grund genug für den freiheitlichen Tierschutzsprecher, diesen Bereich auf bundesgesetzliche Ebene zu heben und ein Bundestierschutzgesetz für freilebende Tiere, Tiere in Haus, Heim und Zoos und in der gewerblichen Tierhaltung zu fordern.

Abschließend ersuchte Grollitsch den Landwirtschaftsminister, sein Versprechen einzulösen, nämlich sich als Vollzieher des Wasserrechtsgesetzes für die verpflichtende Errichtung von fehlenden Fischaufstiegshilfen bei Wasserkraftwerken einzusetzen. (Schluß)

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