Hofmann: Atomstrom: Verbund-APG soll Auskunft über Stromflüsse aus Nachbarstaaten geben

Wien, 2000-12-07 (fpd) - In Anbetracht der in Aussicht gestellten Vorziehung des Atomstromimportverbotes aus Drittstaaten (§ 13 ElWOG, im Zusammenhang mit den Entschließungen des Umweltausschusses vom 13. Oktober 2000) forderte der freiheitliche Energiesprecher, Dipl.-Ing. Max Hofmann, die Verbund-APG in ihrer Eigenschaft als Übertragungsnetzbetreiber auf, die physikalischen Stromflüsse aus den Nachbarstaaten Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien in das österreichische Bundesgebiet zu veröffentlichen. ****

"Die Österreicher haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, woher ihr Strom tatsächlich kommt", sagte Hofmann. Der einhellige partei- und gesellschaftspolitische Konsens über ein atomstromfreies Österreich mache eine "gläserne Transparenz" in allen diesen Fragen erforderlich.

Eine Auslastung der Leitungen bis an die Kapazitätsgrenze, beispielsweise von Tschechien oder der Slowakei nach Österreich, würde ihn, Hofmann, gar nicht verwundern. Viele Zahlungsflüsse würden aber sehr wahrscheinlich über "europäische Umwege" wieder in die atomaren Drittstaaten gelangen. "Das ist ein Spiel mit falschen Karten, welches nicht nur der Glaubwürdigkeit der österreichischen Antiatomstrompolitik schadet, sondern auch den umweltfreundlichen Energieproduzenten wie etwa der Verbundgesellschaft und daher der österreichischen Wasserkraft."

"Ein konsequentes Umsetzen der österreichischen Antiatomstrompolitik bewirkt neben einer vertrauensvollen Politik gegenüber den österreichischen Bürgern auch, daß Energie aus Atomkraftwerken immer weniger Abnehmer findet - dadurch deren Wettbewerbsfähigkeit sinkt -und im Gegensatz dazu die österreichischen Stromproduzenten wettbewerbsfähiger werden. Gefahr in Verzug besteht aufgrund der bevorstehenden Volliberalisierung des Strommarktes. Gerade die Verbundgesellschaft, mußte Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe in den vergangenen zwei Jahren hinnehmen. Sollte dies zugunsten von "Ostatomstromimporten" erfolgt sein, so wäre das bedenklich", schloß Hofmann. (Schluß)

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