PECHER: FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG SCHAFFEN WETTBEWERBSVORTEILE

Wien, 7. Dezember 2000 (ÖVP-PK) Forschung und Entwicklung sind für die wirtschaftliche Zukunft Österreichs deshalb so wichtig, weil Wettbewerbsvorteile geschaffen werden und dadurch unser Wirtschaftsstandort gesichert wird. Wohlstand, Lebensqualität und sozialer Friede in Österreich werden in Zukunft mehr denn je von der Qualität unserer Forschung und der Fähigkeit zur Nutzung technologischer Innovationen abhängen. Das erklärte ÖVP-Industriesprecherin Abg. Mag. Martina Pecher heute, Donnerstag.****

Deshalb setzt sich diese Regierung das Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich zu erhöhen. Von 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts derzeit auf 2,5 Prozent im Jahr 2005. Dazu ist es notwendig, vor allem die österreichische Wirtschaft zu mehr Forschungsausgaben zu bewegen, da der derzeitige Beitrag der Wirtschaft im europäischen Vergleich nachhinkt. Im europäischen Durchschnitt ist der Wirtschaftsbeitrag an den Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung bei 63 Prozent, in Österreich dagegen derzeit nur 56 Prozent. Dies liegt sicherlich an der klein- und mittelständischen Struktur der österreichischen Wirtschaft, aber auch an zu geringen Förderungen in der Vergangenheit, ist Pecher überzeugt.

Das Potential der österreichischen Wirtschaft, innovative und neue Produkte zu entwickeln, ist dennoch groß. Information und Motivation sind gerade für die klein- und mittelständische Wirtschaft besonders wichtig. Auch eine verbesserte und umfassendere Abrechnung der forschungsbezogenen Ausgaben ist in diesen Unternehmen notwendig.

Die Erlöse aus dem Verkauf der UMTS-Lizenzen möchte die Regierung in den nächsten Jahren in Projekte für Forschung und Entwicklung investieren. Der neu geschaffene Rat für Forschung und Technologie wird dabei eine wichtige Beratungsfunktion für die Ministerien leisten, in welchen Bereichen die Gelder eingesetzt werden sollen. Der Vorsitzende dieses Rates kommt selbst aus der Wirtschaft und wird sich verstärkt für die angewandte Forschung einsetzten. Auch die Grundlagenforschung soll in Zukunft auf ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen hinterfragt werden. Die Fortführung bereits erfolgreicher Projekte, wie den Kompetenzzentren, der Christian Doppler Forschungsgesellschaft und den Kooperativen Forschungsinstituten, ist ebenso notwendig, betonte Pecher.

Schließlich brauchen wir für eine intensivere Forschungstätigkeit in unserem Land auch genügend qualifizierte Unternehmer und Mitarbeiter. Schon jetzt haben wir einen Mangel an qualifizierten E-Commerce Spezialisten, aber genauso auch an Facharbeitern - besonders im technischen Bereich. Eine berufsorientierte Beratung im Rahmen der Schulausbildung ist genauso wichtig, wie die ständige Weiterbildung im Rahmen des lebenslangen Lernens, schloss Pecher.
(Schluss)

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