Dreikönigsaktion kämpft gegen Ebola in Uganda

Wien (OTS) - Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, reagiert mit einem Sofortprogramm auf die im Herbst in Uganda ausgebrochene Ebolaepidemie: Über 600.000 öS (Euro 46.000) werden von den Sternsingerspenden für Hygienemaßnahmen im Lacor Hospital in Gulu/Uganda bereitgestellt, um die Ausbreitung der tödlichen Seuche einzudämmen.

Dr. Wolfgang Böhm, Afrikareferent der Dreikönigsaktion, ist gestern aus Afrika zurückgekehrt, und berichtet von der Lage vor Ort. In den nächsten Tagen steht Dr. Böhm für Pressegespräche zur Verfügung.

"Über die Finanzierungszusage für sein Spital hat sich Primar Matthew Lukwaiya noch gefreut", berichtet Dr. Böhm, "Vor zwei Tagen habe ich erfahren, dass er selbst an Ebola erkrankt ist. Heute habe ich per Mail von seinem Tod erfahren." Primar Lukwaiya war es, der im September, als sich die unerklärlichen Todesfälle in seinem Spital häuften, die ausbrechende Epidemie in einem noch sehr frühen Stadium aufgezeigt hat. Durch sein rasches Handeln konnte eine noch raschere Ausbreitung verhindert werden.

Anfang November wurde der Verdacht dann zur traurigen Gewissheit:
Die Seuche war abermals ausgebrochen. Obwohl sofort gegen die Ausbreitung angekämpft wurde, forderte der Virus bis zum heutigen Tag 130 Todesopfer, und immer noch werden neue Fälle gemeldet.

Das St. Mary's Lacor Hospital ist eine karitative Einrichtung der Erzdiözese Gulu. Es bietet den schwächsten sozialen Gruppen Zugang zu medizinischer Versorgung. Auch viele AIDS-Patienten werden in der Einrichtung betreut.

Im Lacor Hospital wird durch den Einbau einer neuen Wäschereianlage die Kontaminierungsgefahr mit Krankheitserregern deutlich verringert. Das Projekt wird vom österreichischen Staat kofinanziert und über die MIVA abgewickelt. "In der Errichtung solcher Anlagen kommt viel österreichisches Know how zum Einsatz", berichtet Dr. Böhm "Für unseren Partner Dr Lukwiya kommt die Hilfe leider zu spät. Jetzt sind wir aufgerufen in seinem Andenken zu handeln um so rasch weiteres möglich unnötiges Leid zu verhindern."

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