Verzetnitsch: Das ist ein klares Signal an die Regierung

Mehr als 8.000 TeilnehmerInnen bei der Menschenkette des ÖGB

Wien (ÖGB). Mehr als 8.000 TeilnehmerInnen bildeten Dienstag
Abend die Menschenkette um das Parlament. "Das ist ein klares Signal an die Regierung", stellte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch bei der Abschlusskundgebung am Ballhausplatz fest.++++

"Die Regierung wird von Wähler gewählt, aber die ArbeitnehmerInnen-Interessen werden von den Gewerkschaften vertreten", bekräftigte Verzetnitsch gleich zu Beginn seiner Rede, nachdem zuvor von den Regierungsparteien die Menschenkette "als unzulässig" bezeichnet wurde. Der ÖGB-Präsident bezeichnete es als wichtig, dass die Menschen zeigen, was sie von der Politik der derzeitigen Regierung halten.

Verzetnitsch kritisierte neuerlich die Kürzung des Familienzuschlages beim Arbeitslosengeld, die Besteuerung der Unfallrenten, dass den LehrerInnen das Recht auf Streik abgesprochen werde, den ArbeiterInnen in der Süsswarenindustrie ein neuer Kollektivvertrag verweigert wird und PensionistInnen eine geringe Pensionsanpassung mit der Begründung bekommen, sie hätten in den vergangenen Jahr so wie so mehr erhalten.

Verzetnitsch: "Wir wissen, wie wichtig ein ordentliches Budget ist. Wir geben uns aber nicht für eine Umverteilung von unten nach oben her und sagen dazu auch noch Danke." Und weiter: "Wir vertreten die Interessen der ArbeitnehmerInnen und zertreten sie nicht. Wir lassen uns nicht an den Verhandlungstisch bitten und unter dem Motto 'Speed kills" macht die Regierung dann, was sie will. So nicht."

Der ÖGB-Präsident zeigte sich auch erfreut darüber, dass es niemanden gelungen sei "uns auseinanderzudividieren" und das alle 13 Gewerkschaften teilgenommen haben. Verzetnitsch: "Uns geht es um die soziale Zukunft Österreichs. Wir wissen was wir tun".(ff)

ÖGB, 5. Dezember 2000 Nr. 1065

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