ÖGB Driemer: Menschenkette ist Aufschrei gegen Sozialabbau SPERRFRIST 17.00 UHR

Bau- und Holzarbeiter setzen Zeichen gegen Sozialabbau

Wien (GBH/ÖGB). Stellvertretend für die 250.000 Bau- und HolzarbeiterInnen, die durch den Sozialabbau der blau-schwarzen Bundesregierung seit Monaten schwerstens belastet sind, nahmen rund 400 Arbeiter aus den Bau- und Holzberufen an der Menschenkette rund um das Parlament teil.++++

Johann Driemer, der ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzende der GBH erinnerte an die gravierenden Auswirkungen der Maßnahmen der derzeitigen Bundesregierung zu Lasten der arbeitenden Menschen in unserem Land. "Die blau-schwarze Regierungsmehrheit setzt auf Entsolidarisierung - sie versucht Bauarbeiter gegen Beamte, Lehrer gegen Eisenbahner, Hausbesorger gegen Angestellte, Frauen gegen Männer, Junge gegen Alte - kurz jeden gegen jeden auszuspielen", erklärt Driemer.

Driemer weiter: "Die Arbeitnehmer haben genug davon. Mit dieser eindrucksvollem Menschenkette wird ein Zeichen der Solidarität und der Unterstützung für alle von den ungerechtfertigten Belastungen und Sozialabbaumaßnahmen der derzeitigen Regierung Betroffenen gesetzt."

Driemer fordert die Abg.z.NR auf, den tiefen Eingriffen in das Sozialsystem und den einseitigen Belastungen auf dem Rücken der sozial Schwachen endlich ein Ende zu setzen und ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen in unserem Land als frei gewählte Abgeordnete nachzukommen.

Die friedlich protestierenden Bau- und HolzarbeiterInnen legten das Schwergewicht ihrer Protestmaßnahmen auf den Abschnitt Florianigasse. Sie erinnerten daran, dass erst vor wenigen Tagen im Zuge des sogenannten Budgetbegleitgesetzes 2001 den Arbeitnehmern eine neue Belastungswelle zugemutet wurde. Die neuesten Verschlechterungen reichen von Kürzungen beim Arbeitslosengeld, über Erhöhungen bei Schenkungs- und Erbschaftssteuer, Reduzierung der Absetzbeträge für Arbeitnehmer, Einführung von Studiengebühren, Einschränkungen der Mitversicherung bis zur Besteuerung der Unfallrenten. Allein die Erhöhung der Anwartschaftszeit bei erneuter Arbeitslosigkeit von 26 auf 28 Wochen bedeutet, wie Driemer klarstellt, dass 2.500 BauarbeiterInnen im Jahr den Anspruch auf Arbeitslosengeld versagt wird.

Driemer fordert abschließend die Abg.z.NR, insbesondere die der blau-schwarzen Regierungsmehrheit nochmals zum Umdenken auf: "Sehr geehrte Abgeordnete, ich appelliere nochmals an Ihr soziales Gewissen - stoppen Sie die Zerstörung des Sozialgerüstes in unserem Land." (aw)

ÖGB, 5. Dezember 2000
Nr. 1056

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