WWF sorgt sich um Biobauern Geplante Förderkürzungen: wenig gespart, viel verloren!

Wien (OTS) - Von ohnehin nur 14 auf 11 Millionen kürzen will BM Molterer die Förderungen für Biolandbauvereine. Darüber soll in der Budgetverhandlung zu Landwirtschaft und Umwelt am Mittwoch entschieden werden. Dies würde das Aus für viele Biobauern bedeuten, da gerade diese Vereine den Marktzugang schaffen. Das schade der Natur und unserer Gesundheit, so der WWF. Aktuelles Beispiel: Für Biobauern gilt ein absolutes Tiermehl-Verbot, die Verbreitung von BSE ist somit ausgeschlossen. WWF- Landwirtschafts-expertin Mag. Simone Lughofer: "Minister Molterer wäre besser beraten, die magere Unter-stützung für die Biovereine aufzustocken. Damit könnte er Österreich enorme Ausgaben für ökologische Sanierungen oder Notfälle wie beim Rinderwahnsinn ersparen."

Biovereine wie "Ernte für das Leben", die "Österreichische Interessengemeinschaft für Biobauern" und die "ARGE Biolandbau" beraten Landwirte, sorgen für Austausch und Informationsfluss und bieten vor allem Unterstützung in der Vermarktung. Ohne sie wäre Österreich heute nicht Spitzen-reiter im europäischen Biolandbau. So ist es bezeichnend, dass kaum einer der rund 700 Tiroler Landwirtschaftsbetriebe, die vor einem Jahr das "Bio- Handtuch" geworfen haben, in einen Verein eingegliedert war. Lughofer: "Diesen Bauern hat der Zugang zum Markt gefehlt, nicht der Markt selbst. Die Vereine sind ganz wichtige Vermittler zwischen Produzenten und Konsumenten." Dass der Markt nach wie vor vorhanden und weiter ausbaufähig ist, zeigt der diesjährige Zuwachs an biologisch bewirtschafteter Fläche um 15% bzw. 9.000 Hektar - ein Erfolg der Biolandbauvereine.

Österreichs Spitzenposition in Europa ist ohnehin schon gefährdet, die Landwirtschaftspolitik darf sich nicht auf Erfolgen der letzten Jahre ausruhen und schon gar keinen Rückschritt erlauben, mahnt der WWF. Lughofer: "Unsere Biobauern sorgen nicht nur für gesunde Nahrungsmittel, sie spielen auch im Trinkwasserschutz eine wichtige Rolle und schaffen Über-Lebensraum für gefährdete Arten." Zwei Drittel aller Tiere und Pflanzen leben in landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Es liegt daher in den Händen der Landwirtschaftspolitik, die Vielfalt unseres Landes zu erhalten. Lughofer: "Bundesminister Molterer ist daher auch als Umweltminister aufgefordert, mehr für die Biobauern in Österreich zu tun."

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