Oma und Opa besser verstehen - Aktion Alzheimer fördert das Verständnis zwischen Kranken und Angehörigen

Wien, 5. Dezember 2000 (OTS) - In Österreich werden rund 80% der Alzheimer Kranken zu Hause gepflegt. Die Betreuung eines Alzheimer Patienten bedeutet für Angehörige eine Umstellung ihres Alltages. Rechtliche, medizinische und psychologische Unterstützung sowie Beratung durch eine Selbsthilfegruppe erleichtern das Zusammenleben von Angehörigen und Kranken. Die Aktion Alzheimer, die Informationsinitiative der Pharmaunternehmen Novartis und Pfizer, bietet Angehörigen jetzt einen neuen Ratgeber. Der Informationsfolder "Oma/Opa besser verstehen", gibt Tipps und Hilfestellungen, um veränderte Lebenssituationen leichter meistern zu können.

"Mit unserem neuen Folder möchten wir Angehörigen von Alzheimer Patienten Tipps geben, die bei der täglichen Betreuung eines Alzheimer-Kranken hilfreich sind. Betroffene finden in dem Ratgeber unter anderem Informationen über die krankengerechte Wohnungsadaption, das Festlegen eines geregelten Tagesablaufes, das Bewältigen von psychischen Belastungen sowie Adressen von Selbsthilfegruppen und juristischen Beratungsstellen", betont Mag. Hanni Grassauer, Sprecherin der Aktion Alzheimer. Interessierte können den neuen Folder "Oma/Opa besser verstehen" gratis bei der Hotline der Aktion Alzheimer 01/486 39 39 anfordern.

Psychologische und Medizinische Unterstützung für Angehörige

Genaue Information über den Krankheitsverlauf, Beratung in Problemsituationen und die Verarbeitung von Frustrationen, Ängsten und Aggressionen zählt Dr. Gerald Gatterer, leitender Psychologe im Geratriezentrum Am Wienerwald zu den wichtigsten Aufgaben der psychologischen Betreuung von Angehörigen. "Persönlichkeitsveränderungen des kranken Familienmitgliedes sind Ausdruck der Krankheit und dürfen nicht als Angriff gesehen werden. Aufgaben, die noch gut alleine vom Patienten ausgeführt werden können, sollten gefördert werden. Auch "Los lassen - Können" ist wichtig, um sich Freiräume und Erholungspausen von der schwierigen Pflegerolle zu gönnen", sind Gatters Tipps für Angehörige. Dr. Rolf Jens, praktischer Arzt in Wien, ist überzeugt, dass erst ein gutes Verhältnis zum Patienten und seiner gesamten Familie, medizinische Maßnahmen für den Hausarzt ermöglichen. Dazu gehören die Früherkennung der Krankheit, die Beobachtung des Krankheitsverlaufes, die Krisenintervention und die Unterstützung der Angehörigen.

Hilfe bei Rechtsfragen

Die erhöhte Pflegebedürftigkeit und die zunehmende Verwirrtheit des Alzheimer Kranken führen auch zu rechtlichen Problemen. "Eine frühzeitige Information über rechtliche Angelegenheiten hilft sowohl dem Angehörigen als auch dem Kranken und vereinfacht die Lebensplanung", erklärt Mag. Susanne Jaquemar vom Verein für Patienten- und Sachwalterschaft in Wien. Möglichkeiten, der zunehmenden Geschäfts- und Urteilsunfähigkeit eines Alzheimer Patienten zu begegnen, sind z.B. eine zweite Zeichnungsberechtigung für das Pensionskonto, Vorsorge-Vollmachten und schließlich die Sachwalterschaft.

Erfahrungsaustausch unter Betroffenen

Selbsthilfegruppen, wie die Alzheimer Angehörige Austria, sind eine wichtige Anlaufstelle für Angehörige, die Rat für ihre neuen Lebenssituation und Betreuerrolle suchen. "Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen führt zum Ausweg aus der sozialen Isolation, der Entwicklung von Verhaltensstrategien in Stresssituationen und somit zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Angehörigen und der Alzheimer Patienten", beschreibt Antonia Croy das Angebot von Angehörigengruppen.

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