"Licht ins Dunkel 2000": Bundespräsident Dr. Thomas Klestil für Förderung von Hilfsaktionen

"Vorurteile und Ignoranz bekämpft"

Wien (OTS) - "Meine Sympathie gilt den Bemühungen, die steuerliche Behandlungen von Hilfsaktionen zu verbessern und ihnen nicht neue Belastungen aufzubürden". Das erklärte Bundespräsident Dr. Thomas Klestil am Dienstag, dem 5. Dezember 2000, anlässlich der Übergabe des ORF-Friedenslichtes an das Staatsoberhaupt in der Wiener Hofburg.

Der Bundespräsident reagierte mit diesen Worten auf das Memorandum "Hände weg von den Spendengeldern", das im Sommer von zahlreichen Hilfsorganisationen verfasst wurde, um auf die ständig wachsenden Belastungen in diesem Bereich aufmerksam zu machen. Der Bundespräsident würdigte die Rolle des ORF, der mit "Licht ins Dunkel" seit 27 Jahren zur Weihnachtszeit für behinderte Menschen eintritt. Klestil: "'Licht ins Dunkel' ist für den ORF Teil seines Selbstverständnisses und seiner Unternehmensphilosophie, weil damit der gesetzliche Auftrag durch einen aktiven Beitrag zur Bewusstseinsbildung erweitert wird. 'Licht ins Dunkel' hat in Österreich auf breiter Basis Vorurteile und Ignoranz bekämpft und damit ein Umdenken über die Stellung der Behinderten bewirkt. Es ist auch für mich keine Frage, dass der Appell an Herz und Hirn der Österreicher die Einstellung zu anderen Minderheiten entscheidend beeinflusst hat und zu mehr Offenheit gegenüber dem Ungewohnten und dem Anderssein führt. Einmal mehr wird dadurch auch erkennbar, welche Bedeutung eine öffentlich-rechtliche Anstalt für die Ausformung des Bewusstseins der Menschen hat und wie wichtig es für die Meinungsbildung in einem Land ist, dass sich Rundfunk und Fernsehen der Humanität, Solidarität und sozialen Verantwortung verpflichtet fühlen."

Generalintendant Gerhard Weis dankte dem Bundespräsidenten für die Schirmherrschaft über diese nationale Kampagne der Nächstenliebe. Weiters dankte er allen, die sich an dieser nationalen Plattform der Nächstenliebe beteiligen, den Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern, den Schulen, Pfarren, Printmedien, Verlagen, Firmen, Organisationen und Institutionen, Vereinen und Sponsoren. "Ich weiß, dass der persönliche Beitrag für ‚Licht ins Dunkel' für sehr viele Spenderinnen und Spender mit einem persönlichen Opfer verbunden ist, und danke deshalb umso herzlicher für jede Spende."

Der Leiter der Aktion "Licht ins Dunkel" im ORF, Kurt Bergmann, schlug neuerlich eine parlamentarische Enquete vor, um die Bedeutung der karitativen Vereine für die Gesellschaft neu zu postulieren. "Wenn der Staat auf der einen Seite immer mehr Aufgaben auf die privaten Hilfsorganisationen abschiebt, muss er auch etwas dazu tun, um die Spendenbereitschaft der Menschen anzuregen", erklärte Bergmann. Dazu gehören: die steuerliche Absetzbarkeit von Einzelspenden bis zu einem Betrag von 100 Euro sowie eine Reihe gezielter staatlicher Maßnahmen, die die Hilfsorganisationen entlasten sollen. Besonders herzlich dankte Kurt Bergmann "Taxi Orange"-Sieger Max Schmiedl, der seinen Gewinn in der Höhe von einer Million Schilling der Aktion "Licht ins Dunkel" zur Verfügung stellt.

Im Rahmen des Festaktes wurde dem Bundespräsidenten und seiner Frau von Benjamin Forstinger aus Traun das Friedenslicht 2000 überreicht. Das ORF-Friedenslicht, das Ende November unter großen Schwierigkeiten aus Bethlehem nach Österreich gebracht wurde, begeht heuer seinen 15. Geburtstag.

Der ORF unterstützt "Licht ins Dunkel" mit Spots, Sendungen und Berichten in Fernsehen und im Radio, mit Schwerpunktprogrammen in den Landesstudios und in Ö3 sowie mit einer Reihe von Veranstaltungen. Erstmals in der Geschichte von "Licht ins Dunkel" werden heuer auch die Radioprogramme Ö1 und FM4 - nach dem erfolgreichen Vorbild von Ö3 - eigene Projekte bewerben. Spenden für "Licht ins Dunkel" kann man unter:

Telefonnummer: 0800 24 12 00, kostenlos aus ganz Österreich.
Per Fax: 0800 222 444
Erlagscheine liegen in allen Postämtern und Geldinstituten auf: PSK 237 6000
Spenden über Internet: http://lichtinsdunkel.orf.at
Spenden über E-Mail: lichtinsdunkel@orf.at

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Anita Götz-Winkler
Tel.: (01) 87878-15206

ORF - "Licht ins Dunkel"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GOA/GOA