LIF-Bolena: Christkindlmarkt, Weihnachtsmarkt, Adventmarkt - Jedem Markt sein Paragraph!

Gelebte Wirtschaftsförderung à la Vienna

Wien (OTS) - Das gestern vom Wiener LIF veranstaltete "Fröhliche Adventmärkte-Quiz" hat deutlich vor Augen geführt, wie unübersichtlich und vorgestrig die Bestimmungen der Wiener Marktordnung sind. "Warum ein ‚normaler' Adventmarkt andere Öffnungszeiten haben muss als der Altwiener Christkindlmarkt und dieser wieder andere als der Schönbrunner Christkindlmarkt, sind nur zwei der zahlreichen Fragen, die sich hier aufdrängen", so Alexandra Bolena, Wiener LIF-Chefin. Darüber hinaus gebe es in der Wiener Marktordnung exakt definierte Haupt- und Nebengegenstände, die besagen, was verkauft werden dürfe. Zumindest bei Advent- und Christkindlmärkten, denn bei Weihnachtsmärkten entfalle diese feine Unterscheidung dann wieder.

Der aufmerksame Leser der Wiener Marktordnung erfährt, dass unechte Christbäume als Hauptgegenstände, Strick- und Wirkwaren ebenso wie Haus- und Küchengeräte als Nebengegenstände verkauft werden dürfen. Wenn Haus- und Küchengeräte allerdings mit Gas oder elektrisch betrieben werden, dürfen sie dann doch nicht verkauft werden. "Der Kochtopf darf also erworben werden, der elektrische Teekocher allerdings nicht", so die Wiener LIF-Chefin. Merkwürdig sei auch, dass künstliche Christbäume am Weihnachtsmarkt zwar verkauft werden dürften, Mistelzweige, geschweige denn echte Christbäume, jedoch nicht.

Insgesamt umfasst die Wiener Marktordnung 80 Seiten, bzw. 87 Paragraphen; dem Weihnachtsmarkt, dem Adventmarkt, dem Christkindlmarkt und dem Christbaummarkt sind eigene Paragraphen gewidmet. "Lediglich dem Schönbrunner Kultur- und Weihnachtsmarkt konnte kein eigener Abschnitt gewidmet werden. Dieser befindet sich nämlich auf Bundesgebiet und wird daher von der Wiener Marktordnung nicht erfasst - dafür unterliegt er wieder eigenen Bestimmungen", so Bolena.

Die Wiener Liberalen nehmen diese Skurrilitätensammlung zum Anlass, eine generelle Diskussion der Wiener Marktordnung einzufordern. "Wir wollen, dass alle Märkte Rahmenöffnungszeiten von 6.00 bis 22.00 Uhr erhalten. Darüber hinausgehende Bestimmungen sollen im Sinn der Dezentralisierung von den jeweiligen Bezirksvertretungen beschlossen werden können", so Bolena. Damit könne gerade der Nahversorgung ein guter Dienst erwiesen werden; Berufstätige hätten eben nur selten die Möglichkeit, vor 18.30 Uhr am Markt einzukaufen. "Darüber hinaus sollte es den Marktstandlern selbst überlassen bleiben, was sie verkaufen wollen. Schlimmer als jetzt, wo am Christkindlmarkt Unterhosen verkauft werden dürfen, kann es schließlich nicht kommen", so Bolena abschließend.

(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 4000-81559

Liberales Forum Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LIW/LIW