Farthofer: BSE und Tiermehl: Vorsicht, diese Regierung kann ihre Gesundheit gefährden

Halbjähriges Verfütterungsverbot für Tiermehl unzureichend; Maßnahmen auch gegen andere 'artfremde' Fütterung erforderlich

St. Pölten, (SPI) - "Anstatt sich so wie Deutschland in Sachen Tiermehl und BSE-Gefahr für ein unbefristetes und gänzliches Verfütterungsverbot von Tiermehl an Wiederkäuer auszusprechen, haben Österreichs Regierungsverantwortliche, allen voran Landwirtschaftsminister Molterer und Konsumentenschutzminister Haupt mit der EU-Agrarlobby einen gefährlichen Kompromiss geschlossen. Das Verfütterungsverbot gilt vorläufig ab 1. Jänner 2001 nur für ein halbes Jahr. Damit kann die BSE-Gefahr für die Konsumenten von Fleischprodukten nicht völlig gebannt werden, ja es ist zu befürchten, dass die EU-Agrarlobby nach dem Abflauen der öffentlichen Diskussion wieder frisch und munter mit der Tiermehlverfütterung beginnt", kritisiert der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Erich Farthofer, die nun vorliegende Entscheidung der EU-Agrarminister als völlig "unzureichenden Kompromiss".****

"Einmal mehr ist klargestellt, dass für diese Regierung nicht die Interessen der Bevölkerung und die Gesundheit der Konsumenten, sondern nur die Forderungen der Agrarindustrie mit Massentierhaltung zählen. Billigste Futtermittel, eine artfremde Fütterung für eine möglichst kurze Aufzuchtsphase und damit eine biologisch bedenkliche Entwicklung sind Voraussetzung der Massenzuchtbetriebe, die mit ihren Produkten auch die kleinen Landwirte, die wirklich biologisch und gesund produzieren wollen, vom Markt drängen. Die Minister Molterer und Haupt leisten damit auch der klein- und mittelbetrieblich orientierten österreichischen Landwirtschaft einen schlechten Dienst", so der SPNÖ-Agrarsprecher weiter.

Die NÖ Sozialdemokraten erneuern daher ihre Forderung nach einem generellen Verfütterungsverbot von Tiermehl an Pflanzenfresser, wobei auch Fischmehl eingeschlossen sein soll. Weiters sollen in Österreich flächendeckende BSE-Tests eingeführt werden. Zusätzlich sind die Kontrollen in den Zuchtbetrieben zu verstärken. Die Gesundheit der Konsumenten darf nicht gefährdet werden. Tierkadaver müssen aus den Futtertrögen von Pflanzenfressern verschwinden", so Farthofer. (Schluss) fa

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