Bitteres Weihnachtspackerl für arbeitslose Frauen: Notstandshilfe sinkt um bis zu 700 Schilling monatlich!

Linz (AKO) Die Bezieher von Notstandshilfe sind in erster Linie Frauen mit kleinen Kindern. Mit dem Weihnachtspackerl, das ihnen die Regierung präsentiert, werden die Betroffenen wohl wenig Freude haben. Die Arbeiterkammer hat mehrere Beispiele durchgerechnet: Durch die neuen Regelungen beim Arbeitslosengeld sinkt die Notstandshilfe um bis zu 700 Schilling monatlich.

Beim Arbeitslosengeld selbst kommen durch die neuen Regelungen trotz der Kürzung der Familienzuschläge für die untersten Einkommens-Kategorien sogar leichte Verbesserungen heraus. So hätte eine Mutter von zwei Kindern mit einem Einkommen von 7000 Schilling brutto früher 5154 Schilling Arbeitslose erhalten, jetzt würde sie 5380 Schilling bekommen.

Das Frauenbüro der Arbeiterkammer Oberösterreich hat aber auch durchgerechnet, wie sich die neuen Regelungen auf die Notstandshilfe auswirken. Und hier ist der Effekt genau umgekehrt: Die zweifache Mutter würde statt 4962 Schilling nur mehr 4313 Schilling bekommen. Eine zweifache Mutter, die vorher 12.000 Schilling brutto verdient hat, rasselt bei der Notstandshilfe von 7269 Schilling auf 6555 Schilling herunter - das sind um 714 Schilling im Monat weniger, und das in einem Einkommensbereich, wo’s wirklich wehtut.

Für Mag. Ilse Hauder vom Frauenbüro der Arbeiterkammer Oberösterreich hat das mit sozialer Treffsicherheit nichts zu tun:
"Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ende Juli haben in Oberösterreich 2528 Männer und 3377 Frauen Notstandshilfe bezogen. Es sind vor allem Frauen mit Betreuungspflichten, Ältere und Behinderte, die da betroffen sind. Diese Ungerechtigkeiten müssen schleunigst repariert werden!"

Die Arbeiterkammer setzt sich generell für eine absolute Untergrenze beim Arbeitslosengeld und bei der Notstandshilfe ein. Denn auch ein relativ hoher Prozentsatz vom Letztbezug muss nicht unbedingt existenzsichernd sein. Hauder: "80 Prozent von nix ist immer noch nix!"

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