Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Burgenland "Neue Kärntner Tageszeitung" -Kommentar: Bitter für die blaue Truppe

Ausgabe vom 5. Dez. 2000 Klagenfurt (OTS) - Die Burgenland-Wahl ist zwar mit Kärntner Verhältnissen nicht vergleichbar, doch hoffentlich nimmt die Haider-Partei auch im südlichsten Bundesland zur Kenntnis, dass ihre Bäume nicht in den Himmel wachsen. Eine mutwillige Verfassungsänderung heraufzubeschwören, rote Regierungsmitglieder zu bestrafen und hochmütig zu sein, kann genauso in die Hosen gehen wieder Versuch, eine Bankaffäre zu politisieren und die Leute deswegen vorzeitig zu den Urnen zu rufen. Die FPÖ müsste das eigentlich wissen, denn der Rosenstingl-Skandal, der mit einer Verurteilung endete, hat den Blauen weder genützt noch geschadet. Und in noch einer Frage irrte der Bärentaler, der im pannonischen Wahlkampf heftig mitmischte. Die EU-Osterweiterung ist keine Gefahr für die Burgenländer, die zu den Ungarn ein anderes und besseres Verhältnis als die Kärntner zu den Slowenen haben. 62 Prozent der burgenländischen Arbeiter wählten rot. Als Pendler bereiten ihnen die hohen Benzin- und Dieselpreise mehr Sorgen als einige Gastarbeiter. Nach den Kommunalwahlen in Niederösterreich und der Steiermark, den Wirtschafts- und AK-Urnengängen sowie der Landtagswahl in der Grünen Mark war der letzte Sonntag bereits der sechste Urnengang, der für die Freiheitlichen mit Misserfolgen endete. Die Trendumkehr kam mit der Regierungsbeteiligung. Bitter für eine erfolgsgewohnte Truppe, die seit 1986 von Sieg zu Sieg eilte. Sollte auch die Wiener Wahl danebengehen, wird sich Haider entscheiden müssen: Entweder er kehrt an die Parteispitze zurück, oder er grantelt in Kärnten.

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