"Kleine Zeitung" Kommentar: "Kein Comeback" (von Rainer Strunz)

Ausgabe vom 5.12.2000

Graz (OTS) - Der flehentliche Aufruf der Belegschaft "Niki come back" hat nicht geholfen - für Österreichs Parade-Airliner gibt es in der Lauda Air kein Comeback.

Damit wurde auch nach außen hin besiegelt, was intern ohnehin schon klar gewesen sein dürfte - die neue Lauda Air soll ohne Lauda auskommen. Das Ziel war im Bordcomputer einprogrammiert, was fehlte war lediglich der auch für die Öffentlichkeit bestimmte Ausdruck.

Da helfen auch Beteuerungen wenig, man habe Lauda ohnehin einen Pilotenvertrag offeriert. Wie man seit Filmen wie "Der Pate" weiß, gibt es Angebote, die man nicht ablehnen kann, aber natürlich gibt es auch Offerte, die man nicht akzeptieren kann.

Die neue Lauda-Air-Mutter AUA mit der Mafia auch nur entfernt zu vergleichen ist indes unfair. Die Abkömmlinge von Don Corleone waren eigentlich nie der Feind ihres eigenen Geldes und hätten Lauda wohl mit vorgehaltener Pistole gezwungen, bei seiner alten Airline weiterzufliegen. Im Gegensatz zur AUA, die Lauda mit einem Mini-Pilotenvertrag von Bord getrieben hat.

Zur Lauda Air Italia, wo wie bei der Mafia noch auf Ökonomie geachtet wird. ****

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