Rinder und Mobilfunk: Deutsche Studie stellt keinen direkten Zusammenhang zwischen Mobilfunkanlagen und der Gesundheit von Rindern fest

Wien (OTS) - 1998 wurde vom Bayerischen Umweltministerium eine Studie zum Thema "Auswirkungen des Mobilfunks auf Gesundheit, Leistung und Verhalten von Rindern" in Auftrag gegeben. Vergangene Woche war es dann soweit - der Bayerische Umweltminister Werner Schnappauf nahm die sogenannte "Rinderstudie" entgegen. Sie hält als zentrales Ergebnis deutlich fest, dass zwischen dem Betrieb von Mobilfunkanlagen und der Gesundheit von Rindern kein direkter Zusammenhang nachgewiesen werden konnte.

Die untersuchten Rinderherden ließen bei Milchleistung, Fruchtbarkeit und Schlafhormonausschüttung keine Auffälligkeiten erkennen. Auch für Stresssymptome aufgrund von Mobilfunkeinwirkungen konnten keine statistisch abgesicherten Hinweise gefunden werden. Lediglich beim Wiederkauverhalten zeigten vier der acht untersuchten Herden Verhaltensauffälligkeiten, erklärten die Verfasser der Studie, Prof. Jürgen Unshelm (Universität München), Prof. Alexander Herzog (Universität Gießen) und Prof. Matthias Wuschek (Ingenieurbüro IGU). Nach Auswertung der Forschungsergebnisse, die auf einer Feldstudie in 38 Bauernhöfen in Bayern und Hessen beruhte, konnten die Wissenschaftler kein Gefährdungs-Szenario erkennen, empfehlen aber Folgeuntersuchungen, um die gewonnenen Erkenntnisse einer weiteren Überprüfung zu unterziehen.

In einer Pressemitteilung erklärte Bayerns Umweltminister Schnappauf: "Mit der Studie hat Bayern Neuland betreten und bundesweit einen Grundstein gelegt, um darauf aufbauend weitere Untersuchungen durchzuführen. Bayern bejaht die neuen Informations-und Kommunikationstechnologien, kümmert sich aber auch wie kein zweites Land in Deutschland um die Abschätzung von Folgen neuer Technologien."

Für die Geschäftsführerin des Forum Mobilkommunikation in Wien, Dr. Romana Steidl, besitzen die Ergebnisse dieses fast 6 Millionen Schilling teuren und weltweit einmaligen Forschungsprojekts über die Grenzen Bayerns hinaus Relevanz: "Die Studie gibt Antworten auf Fragen, die auch in Österreich immer wieder gestellt werden." Darüber hinaus gibt Steidl einmal mehr in Bezug auf Mobilfunkanlagen auch für die Bevölkerung Entwarnung: "Weltweit gibt es keine einzige wissenschaftlich anerkannte Untersuchung, die nachweist, dass elektromagnetische Felder, die von Mobilfunkanlagen ausgehen, für den Menschen eine Gesundheitsgefährdung bedeuten."

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