ÖBB-Initiative: Gemeinsam für mehr Sicherheit auf Bahnübergängen - BILD (web)

Verstärkte Zusammenarbeit mit Gemeinden und Ländern im Mittelpunkt.

Wien (OTS) - Mit einer eindrucksvollen Schnellbremsung eines City Shuttles thematisierten die ÖBB heute, Montag, die Sicherheit auf Bahnübergängen. Der Zug bremste im Rahmen eines Presse-Events von ca. 100 km/h auf Null, nachdem der Lok-Führer ein vorbereitetes Hindernis im Gleisbereich nahe der Haltestelle Stillfried in Niederösterreich erkannte. Die Schnellbremsung konnte einen Zusammenstoß des Zuges mit dem Objekt nicht mehr verhindern. Ein parallel zum Zug fahrender Bus, der zum gleichen Zeitpunkt ein Bremsmanöver durchführte, kam weit vor der Eisenbahnkreuzung zum Stehen. Damit demonstrierten die ÖBB die Notwendigkeit strenger Regeln in bezug auf das Überqueren von Bahnübergängen, da diese die Voraussetzung für das Funktionieren der bestehenden Sicherungsmethoden sind. Ausschlag gebend sind die unabänderlichen technischen Rahmenbedingungen des Bahnbetriebes -allen voran der lange Bremsweg von Zügen.****

Die Sicherheit an Bahnübergängen weiter zu verbessern ist ein gemeinsames Interesse von ÖBB, Ländern und Gemeinden. Entscheidend sind dabei das Know-How der ÖBB und die individuellen Erfahrungen der betroffenen Gemeinden sowie die Klammerfunktion der Länder. Außerdem sind die Interessen der Autofahrer in bezug auf eine möglichst ungehinderte Fahrt und kurzen Wartezeiten bei gleichzeitiger optimaler Sicherheit zu berücksichtigen.

Die ÖBB starten daher eine Initiative mit den Schwerpunkten

  • Information der Öffentlichkeit
  • Erstellung von Verkehrssicherheitsprogrammen mit den Ländern und
  • Gespräche mit den einzelnen Gemeinden zur Verbesserung der jeweiligen Situation.

Information der Öffentlichkeit

Richtiges Verhalten beim Überqueren von Bahnübergängen ist eines der Grundprobleme. Dass ein Stop-Schild oder eine rote Ampel bei Eisenbahnkreuzungen von vielen Autofahrern nicht gleichwertig zu denselben Verkehrsschildern bei Straßenkreuzungen gesehen wird, wird nun auch Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung. Hier das Verhalten der Autofahrer den Regeln anzupassen ist unabdingbar für das Funktionieren der einzelnen Sicherungsmethoden. Die Unterstützung der Medien im Rahmen einer Bewußtseins-Offensive ist dabei von grundlegender Bedeutung.

Die ÖBB intensivieren in diesem Zusammenhang auch ihre Mitarbeit an den Ausbildungsinhalten von Fahrschulen. Gezieltere und problembewußtere Informationen an die Fahrzeuglenker von morgen sind für eine langfristige Verbesserung der Sicherheit auf Bahnübergängen entscheidend.

Verkehrssicherheitsprogramme

Die Verkehrssicherheitsprogramme zwischen ÖBB und den Ländern haben zum Ziel, auf regionaler Ebene wichtige Verkehrsknotenpunkte in Abstimmung zwischen Straße und Schiene im Interesse beider optimal einzurichten. Das richtige Zusammenspiel von Straße und Schiene ist eine der großen Herausforderungen der Verkehrspolitik überhaupt. Die ÖBB stellen sich als größter Einzel-Player in diesem sensiblen Gefüge dieser wichtigen Aufgabe. Unfallhäufungspunkte werden heraus gefiltert, ein entsprechendes Maßnahmenpaket wird entwickelt.

Einen Vertragsabschluss gibt es bereits mit dem Bundesland Niederösterreich. Dabei wurden fünf Eisenbahnkreuzungen festgelegt und für eine technische Sicherung vorgeschlagen. Zwei dieser Bahnübergänge wurden bereits heuer "aufgerüstet", eine weitere kommt nächstes Jahr, die beiden verbleibenden folgen 2002.

Auch für das Bundesland Steiermark ist die Liste von Eisenbahnkreuzungen samt notwendiger Maßnahmen fertig gestellt. Der entsprechende Vertrag wird Anfang 2001 unterzeichnet.

Ähnlich verhält es sich in Salzburg: noch im Dezember werden in einem abschließenden Gespräch zwischen ÖBB und dem Land Salzburg die einzelnen Maßnahmen besprochen und die Kostenbeteiligung geklärt. Bis im März 2001 werden auch hier die entsprechenden Verträge vorliegen.

Gespräche mit den Bundesländern Oberösterreich und Kärnten sind derzeit in Vorbereitung. Die übrigen folgen anschließend.

Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Darüber hinaus ist auf Ebene der Gemeinden in Einzelgespräche nach der jeweils besten Lösung zu suchen. Änderungen in der individuellen Situation - starker Verkehrszuwachs auf einer bestimmten Straße oder Erhöhung der Streckengeschwindigkeit nach Ausbau einer Bahnstrecke -machen auch Änderungen bei Eisenbahnkreuzungen notwendig. Hinzu kommt das Bestreben vieler Gemeinden, bestehende Bahnübergänge besser zu sichern bzw. die vorhandenen Anlagen auf den letzten Stand der Technik zu bringen. Eine Reihe von Bahnübergängen konnte auf diesem Weg bereits über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus "aufgerüstet" werden. Entscheidend dabei ist die Unterstützung der Gemeinden bei der Finanzierung und Umsetzung solcher Projekte.

Mit der Initiative "Gemeinsam für mehr Sicherheit auf Bahnübergängen" bekräftigen die ÖBB ihren Wunsch nach Zusammenarbeit aller beteiligten Gruppen, um Verbesserungsvorschläge weiter zu entwickeln, den verschiedenen Interessen anzupassen und gemeinsam umzusetzen.

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