Alpenrhein-Kommission forciert Grundwassermodell BILD

LH Sausgruber: Beispiel gebende grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Chur (VLK) - Zum siebten Mal tagte heute, Montag, in Chur
die Internationale Regierungskommission Alpenrhein. Im Rahmen
dieser Partnerschaft bemühen sich die Kantone Graubünden und
St. Gallen, das Fürstentum Liechtenstein und das Land
Vorarlberg gemeinsam um den Schutz und die nachhaltige
Nutzung des internationalen Flusssystems Alpenrhein. Laut Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber konnten in
Chur die Weichen für eine Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit gestellt werden. ****

Zum Abschluss gekommen sind die Arbeiten an einem
umfassenden grenzüberschreitenden Grundwassermodell. "Damit
können Einflüsse auf das Grundwasser, aus dem mehr als 60
Prozent des Trinkwassers stammen, wesentlich besser beurteilt werden", so Sausgruber. Als nächster Schritt soll die Nutzung
und Weiterentwicklung des Modells im Rahmen eines
internationalen Wartungsvertrages geregelt werden.

In den nächsten Jahren werden sich verschiedene Projekte
der Kommission mit der weiteren Verbesserung des Hochwassserschutzes, des Geschiebehaushaltes und der
nachhaltigen Umgestaltung der Gewässer auseinandersetzen.
Dabei geht es nicht nur um den Alpenrhein selbst, sondern
auch um seine Zuflüsse und die Bäche im Alpenrheintal
zwischen Reichenau und Bodensee.

Weiterhin beachtet werden Fragen der Energienutzung.
Sausgruber: "Die Kommission hat entschieden, dass bei allen Projekten die Auswirkungen auf das Wasserkraftpotential
untersucht werden. Auch wird sich eine Studie speziell mit
der thermischen Nutzung des Grundwassers und der Oberflächengewässer befassen."

Die grenzübergreifende Organisation und Arbeitsweise der Internationalen Regierungskommission ist Beispiel gebend für
die Lösung von Problemen, die an Landesgrenzen nicht Halt
machen. So wird in der neuen EU-Wasserrahmenrichtlinie eine länderübergreifend koordinierte Arbeitweise für die Zukunft vorgeschlagen. Im Gebiet des Alpenrheins könnte die
Internationale Regierungskommission dazu einen Beitrag
leisten.

An dem Treffen in Chur nahmen neben Landeshauptmann
Sausgruber die Regierungsräte Norbert Marxer (Liechtenstein), Stefan Engler (Graubünden) und Willi Haag (St. Gallen) teil. (so/gw,nvl)

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