GdG-Wien: Hundstorfer kritisiert Besteuerung der Unfallrenten

Versehrtensteuer extrem entbehrlich und unsozial!

Wien (GdG/ÖGB) Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) verurteilt die für morgen geplante Beschlussfassung der Maßnahmen zur sozialen Treffsicherheit seitens der Bundesregierung, auf das Schärfste. Gleichzeitig weist die GdG darauf hin, dass diese Maßnahmen überproportional behinderte Kolleginnen und Kollegen treffen werden.++++

"Das werden traurige Weihnachten für die österreichischen ArbeitnehmerInnen, denn die Vertreter der Regierungsparteien werden morgen treffsicheren Sozialabbau in Schwarz/Blau beschließen", stellt GR Rudolf Hundstorfer, Vorsitzender der Landesgruppe Wien der GdG fest und meint weiter: "Eine schöne Bescherung, vor allem für sozial Schwache."

Nein zur Besteuerung der Unfallrenten

Der Gipfel der Geschmacklosigkeit wird jedoch durch die Besteuerung der Unfallrenten erreicht. Rund 108.000 RentenbezieherInnen sind von den unsozialen Regierungsplänen betroffen. Die Durchschnittsrente beträgt 3.730 Schilling. Diese Renten dienen der Abgeltung dauerhafter körperlicher Schäden durch einen Arbeitsunfall. Die betroffenen KollegInnen stehen zwar im Erwerbsleben sind jedoch aufgrund der eingeschränkten Erwerbsfähigkeit in vielen Bereichen wie etwa Aufstiegschancen, Erschwernisabgeltungen etc. benachteiligt. Bezieher dieser Leistungen sind also vor allem ArbeitnehmerInnen, die ihre Tätigkeit unter ohnehin erschwerten Arbeitsbedingungen ausüben und dabei einen Unfall oder eine Berufskrankheit erleiden.

"Hier werden jene, die ohnehin vom Schicksal bereits schwer getroffen wurden unerbittlich zur Kasse gebeten" meint Hundstorfer und fügt hinzu: "Gleichzeitig plant die Regierung die Aufhebung der Börsenumsatzsteuer. Dieses Vorgehen zeigt deutlich, dass dieser Regierung jegliche soziale Kompetenz fehlt. Wir appellieren trotzdem an die Vernunft und fordern die Rücknahme der unsozialen Besteuerung der Unfallrenten".

ÖGB, 4. Dezember 2000
Nr. 1051

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