Pharmig: Österreicher schätzen Wert von Medikamenten !

Aktuelle IMAS-Studie zur Arzneimittelentsorgung bescheinigt hohe Gebrauchskultur mit Medikamenten - Arzneimittel sind größte Rationalisierungshoffnung für das Gesundheitswesen

Wien (OTS) "Von wegen ‚Wegwerfgesellschaft‘ - die Österreicher wissen den großen Wert von Arzneimitteln wohl zu schätzen!", sagte der Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, Dkfm. Erhard P. Geisler, anlässlich der heute, Montag, präsentierten neuen Studie des IMAS-Instituts zur Situation der Medikamenten-Entsorgung in Österreich.

Die Studie, die gemeinsam von Pharmig und Österreichischer Apothekerkammer in Auftrag gegeben und im Sommer 2000 auf repräsentativer Basis durchgeführt wurde, zeigt, wie Geisler betonte, nicht nur interessante, sondern auch pharmapolitisch sehr relevante Ergebnisse:

Zwt.: Österreicher sind sensibilisiert - Wert von Arzneimitteln erkannt

Im Vergleich zur Vorstudie 1996 werden heute insgesamt ein Drittel der Arzneimittelpackungen weniger in teilweise oder gänzlich befülltem Zustand entsorgt. Damit gehen die Österreicher mehr denn je bewusster mit dem "Gut Arzneimittel" um. Geisler: "Die seit längerer Zeit laufende Debatte um die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens dürfte die Österreicher auch in diesem Bereich in die richtige Richtung sensibilisiert haben."

Die Studie zeige auch schlüssig den größten Zweiflern den tatsächlichen großen Wert von Arzneimitteln. Der überwiegende Teil der Befragten (64 %) gab an, Arzneimittel deswegen entsorgt zu haben, weil er/sie sich "wieder gesund gefühlt" habe. Der Nutzen von Arzneimitteln, kostengünstig zu heilen, so der Pharmig-Geschäftsführer, stelle eine der größten Rationalisierungshoffnungen des Gesundheitswesens dar.

Zwt.: Arzneimittelforschung darf nicht behindert werden!

Aus der Studie ließe sich auch ablesen, so Geisler, dass die oft in Diskussion befindlichen Packungsgrößen von Arzneimitteln im Großen und Ganzen stimmen. Es zeige sich in diesem Zusammenhang weiters deutlich, wie wichtig gerade Innovationen im Arzneimittelbereich sind. Mussten früher viele Arzneimittel über einen relativ langen Zeitraum hinweg eingenommen werden, würden gerade innovative Produkte die Einnahmezeit verringern und damit die Compliance der Patienten erhöhen. Bedarfsgerechte Packungen seien die Folge. Dass diese Medikamente dann gleichermaßen dafür sorgten, dass neben einer höheren Lebensqualität für den Patienten auch die Kassen der Sozialversicherung sowie der Volkswirtschaft entlastet werden können, werde hier neuerlich evident. Geisler forderte daher alle dafür Verantwortlichen auf, die Forschungsbemühungen der Pharmaindustrie nicht zu behindern, sondern durch adäquate Preise zu fördern.

Zwt.: Österreichische Patienten sind heute benachteiligt

Schon jetzt stehen österreichischen Patienten viele moderne, hochwirksame Arzneimittel durch Monate lange Preisverhandlungen erst später als in anderen Ländern "auf Kasse" zur Verfügung. Das sei, so der Pharmig-Geschäftsführer, nicht nur ungerecht allen Patienten gegenüber, sondern auch kurzsichtig, was die Gesundheitsausgaben insgesamt betreffe. Denn man dürfe wegen des Gesamtnutzens von Arzneimitteln nicht an Arzneimittel sparen, sondern eben durch ihren Einsatz sparen. Jeder wisse, dass gerade die Arzneimittelausgaben in den kommenden Jahren allein durch das Älterwerden der Menschen steigen müssen. Diese erwarteten Ausgabensteigerungen würden jedoch -wie schon heute - dazu beitragen, dass in anderen Segmenten des Gesundheitswesens gespart werden könne. Speziell die Krankenhäuser können von dieser Entwicklung profitieren.

Zwt.: Geisler: "Wagt endlich das bisher Unmögliche!"

Im Sinne eines Integrierten Gesundheitswesens plädierte Pharmig-Geschäftsführer Geisler neuerlich an Staatssekretär Waneck und alle im Gesundheitswesen Tätigen, endlich "das heute noch unmöglich Scheinende zu wagen" und den ernsthaften Versuch zu unternehmen, im Gesundheitswesen ein modernes Rechnungswesen einzuführen. Das bedeute, dass alle Ausgaben, die in den diversen Bereichen getätigt werden, Einsparungen, die sie in anderen erbringen, gegenüber gestellt werden können. Geisler zeigte sich überzeugt, dass gerade eine solche Aufrechnung mehr als alle anderen Methoden, die derzeit höchstens halbherzig durchgeführt werden, das große Einsparpotenzial, das Arzneimittel für das gesamte Gesundheitswesen darstellen, schlüssig nachweisen würden. ++/rm

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