Österreicher: Medikamente sind keine Wegwerfprodukte!

IMAS-Institut: Es werden weniger Arzneimittel entsorgt als noch vor vier Jahren

Eine neue IMAS-Studie, die von Pharmig und Apothekerkammer als Vergleichsstudie zu jener aus dem Jahr 1996 in Auftrag gegeben wurde, wurde heute, Montag, in Wien vorgestellt. Die Studie kam zu dem Schluss, dass die Österreicher ihre Arzneimittel heute deutlich besser aufbrauchen. Das heißt, dass weniger Arzneimittel entsorgt werden müssen und die Österreicher noch besser als früher mit Medikamenten umzugehen wissen.

Die Studie, die repräsentativ für Österreich ist, wurde von IMAS im Sommer 2000 durchgeführt. Befragt wurden Personen im ganzen Bundesgebiet ab 16 Jahren in persönlichen Interviews.

Die Entsorgung von angebrauchten oder unverbrauchten Medikamenten-Packungen (1996: 23 %, 2000: 18%) ist deutlich zurückgegangen. In Stückzahlen wurden nur mehr 0,9 befüllte Packungen entsorgt. 1996 waren es noch 1,4 Packungen.

Zwt.: Österreicher wenden Medikamente sehr sorgsam an

Die nicht aufgebrauchten Packungen werden aber auch sorgsamer verwendet: Heuer zeigte sich, dass nur rund die Hälfte der Packungen noch mehr als ein Viertel voll waren, 1996 jedoch zwei Drittel. Die Bevölkerung braucht ihre Medikamente jetzt offenbar deutlich besser auf.

Die hauptsächlich weggeworfenen Medikamente sind solche gegen Grippe, Erkältung, und Schmerztabletten, also häufig rezeptfrei verfügbare Produkte. Dieser Anteil scheint zu steigen, hält aber nicht von einer Entsorgung ab, wenn man sie nicht mehr braucht, also wieder gesund geworden ist. Mittel gegen andere gesundheitliche Probleme werden im Gegensatz dazu nur sehr selten nicht aufgebraucht.

Die Entsorgung über die Apotheken ist leicht angestiegen; von 1996 knapp unter 50 % auf 2000 knapp über 50 %. Der Rest landet nach wie vor weitestgehend im Haus- oder im Sondermüll.

Zwt.: Gründe für Medikamenten-Entsorgung

An der Spitze der Skala steht als Grund für eine Arzneimittel-Entsorgung jener, dass der Befragte selbst oder die Person, für die er/sie das Arzneimittel entsorgt hatte, wieder gesund geworden war (64 %). Sehr weit abgeschlagen wurde auf Rang zwei (19 %) als Grund ein vom Arzt verordneter Therapie-Wechsel angegeben, an dritter Stelle wurden unerwünschte Wirkungen von Arzneimitteln als Entsorgungsgrund genannt (18 %).

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