Heute zweite Demo gegen Singvogelfang in St. Wolfgang/OÖ

Linz (OTS) - Jedes Jahr werden im oö. Salzkammergut - unter Ausschluß der Öffentlichkeit - ca. 2500 selten gewordene Singvögel, wie Gimpel, Zeisig, Stieglitz und Fichtenkreuzschnabel, von 600 Hobby-Vogeljägern eingefangen - und niemand außerhalb Oberösterreichs scheint das zu interessieren. Beim Fangen mit den sog. Kloben werden die zarten Tiere nicht selten schwer verletzt und anschließend getötet. Auch kommt es immer wieder vor, daß ein frisch gefangener Waldvogel am nächsten Tag tot im Käfig liegt.

Der Rest wird über den Winter in schuhkartongroßen Käfigen ausgestellt. Wenn die scheuen Tiere die Nahrungsaufnahme in Gefangenschaft verweigern, werden sie mit der Pinzette zwangsernährt. Im oö. Gesetz zum Schutz der Tiere § 5 Punkt 10, heißt es ganz eindeutig, daß "freilebende Tiere mutwillig ihrer Freiheit zu berauben" eine besondere Form der Tierquälerei ist. Alle Ausnahmebestimmungen, auf die sich die Vogelfänger berufen, gelten lediglich für den Artenschutz im oö. Naturschutzgesetz. Der angebliche Grund: Freizeitspaß und Eitelkeit (für die schönsten prämierten Tiere) aus "Tradition" für einige - offenbar abartig veranlagte - Tierquäler, organisiert in 35 Vereinen.

Das ganze Skektakel ist bereits in Salzburg und der Steiermark verboten und wäre dies eben auch nach dem oö. Tierschutzgesetz. Wenn nicht die Landespolitiker, allen voran der ÖVP-Landeshauptmann Pühringer, aus Angst vor dem Verlust vor ein paar Wählerstimmen, nach wie vor zu feige wären, das bestehende Gesetz zu exekutieren und diese anachronistische Barbarei endlich zu untersagen! Und das, obwohl dies auch klar den EU-Vogelschutzrichtlinien sowie der "Berner Konvention zum Schutz wildlebender Tiere" widerspricht.

Aus diesem Grund findet am heutigen Sonntag, nach der Großdemo vor einer Woche in Ebensee, von 12.30 bis 16.00 Uhr, diesmal in St. Wolfgang, OÖ, wiederum eine friedliche Demonstration von Tierschützern aus ganz Österreich und Deutschland gegen das Einfangen und Zurschaustellen von Waldvögeln statt. Anlaß ist die dortige große Vogelfänger-Verbandsaustellung.

Programm:

12.30 Uhr Abmarsch mit Transparenten und Plakaten vom Informationszentrum beim östlichen Beginn der Fußgängerzone. Mit einem Megaphon wird die Bevölkerung über den Zweck der Kundgebung informiert und zur spontanen Teilnahme eingeladen.

13 Uhr: Beginn der Kundgebung gegen den Vogelfang auf der Pilgerstraße vor dem Michael-Pacher-Haus mit Begrüßung, Protestreden, Sprechchören und Andacht.

15 Uhr: Ende der Kundgebung, Rückmarsch zu den Autos. Ca. 10-minütige Autofahrt durch den Tunnel bis zum Parkplatz Ried. Von dort Beginn des Pilgerganges zur Einsiedelei des Heiligen Wolfgang am Falkenstein. Gehzeit ca. eine Stunde.
ß
Rückfragen: Dr. Franz-Joseph Plank, VgT-Geschäftsführer,

02774/8813 oder 0676/7082434.
Verein gegen Tierfabriken
E-Mail: vgt@vgt.at
Web: www.vgt.at
(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS