ÖGB-OÖ Gumplmaier: Schender kann sich nicht hinter Anonymität verstecken

FPÖ-Mandatar wurde nicht bedrängt - Behauptung ist glatte Lüge

Linz (ÖGB OÖ). "Wenn der freiheitliche Abgeordnete Mag. Rüdiger Schender behauptet, er sei bedrängt worden, dann lügt er", stellt Dr. Erich Gumplmaier, Landessekretär des ÖGB Oberösterreich, empört fest.++++

Tatsache sei, so Gumplmaier, dass sich FPÖ-Jugendsprecher
Schender tagelang "versteckt und öffentliche Auftritte vermieden habe". Auch habe jene Kollegin, die bereits eine Woche lang versucht hatte, einen Terminzusage von Schender zu erhalten, sich nie als Journalistin der OÖ-Nachrichten ausgegeben. Gumplmaier: "Sie hatte von Anfang an klargestellt, dass sie für eine Zeitung der Jugendorganisation recherchiere." Von einem fingierten Interviewtermin könne also keine Rede sein.

Die zehn Aktivisten, die vor dem Linzer Kaffeehaus, in dem der Gesprächstermin vereinbart war, Spruchtafeln präsentierten, hätten Schender auch keinesfalls "aufgelauert und bedrängt", erklärt Gumplmaier: "Sie haben lediglich Tafeln mit Fragen, wie ,Sind Sie für den Sozialabbau?‘, ,Werden Sie für den Sozialabbau stimmen?‘ hochgehalten. Sie sind nicht einmal in das Kaffeehaus hineingegangen."

Gumplmaier weiter: "Ich habe den ORF verständigt, und dieser ist auch mit einem Kamerateam gekommen. Wäre Schender tatsächlich bedrängt worden, hätte man dies auch auf den Aufzeichnungen gesehen."

Die Abgeordneten der FPÖ werden sich daran gewöhnen müssen, meint Gumplmaier, dass man sich nicht hinter der Anonymität verstecken könne, sondern dass man sich den Wählern, denen man eventuell etwas vorgegaukelt habe, auch stellen müsse. "Wir machen nichts anderes, als Schender nach seinem Stimmverhalten zu fragen", so Gumplmaier. Dies sei schließlich ein ganz legitimes, demokratisches Mittel, wenn "im Parlament mit der Tradition gebrochen wird, dass vor dem Gesetzesbeschluss zuvor ein Konsens mit den Sozialpartner verhandelt wird."

Gumplmaier: "Ich kann mich hier nur voll und ganz der Aussage von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnisch anschließen, der betont, dass es dem ÖGB nicht darum gehe, gegen die Regierung vorzugehen, sondern darum, die Politik dieser Regierung aufzuzeigen und gegen die Belastungen anzutreten.(gn)

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ÖGB, 2. Dezember 2000
Nr. 1049

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