Vorbereitungen für effizienten Winterdienst sind getroffen

900 Straßenkilometer müssen regelmäßig geräumt werden

Bregenz (VLK) - Vorarlbergs Straßenmeistereien sind
gerüstet, um auch im kommenden Winter das 900 Kilometer lange Bundes- und Landesstraßennetz im Ländle für den Verkehr
intakt zu halten. Das teilte Landesstatthalter Hubert Gorbach
heute, Freitag, im Landhaus mit. In drei großen Lagerhallen
und den über das Land verteilten Salzsilos lagern 4.500
Tonnen Streusalz, eine Menge, die laut Gorbach "mehr als der
Hälfte des Verbrauchs des Vorjahres bzw. dem Jahresverbrauch
eines durchschnittlichen Winters entspricht". ****

Das Vorarlberger Bundes- und Landesstraßennetz ist für den Winterdienst wieder in drei Kategorien eingeteilt. Die 74
Autobahn- und Schnellstraßenkilometer werden rund um die Uhr
und ausschließlich mit Salz geräumt. Auf Bundes- und Landesstraßen mit örtlicher Verkehrsbedeutung wird von 4.00
bis 22.00 Uhr Winterdienst durchgeführt, auch hier kommt
vorwiegend Salz zum Einsatz. Auf den sonstigen Bundes- und Landesstraßen soll grundsätzlich eine Schneefahrbahn erhalten werden. Gegen Schneeglätte wird Splitt gestreut, Eisglätte
wird mit Salz oder Splitt bekämpft, wobei die Entscheidung
beim Straßenmeister liegt.

Die Durchführung wurde auch heuer zu einem Großteil 60
privaten Fuhrunternehmern übertragen. 151 LKW (133 private,
18 Fahrzeuge der Straßenverwaltung) kommen zum Einsatz. Dazu
stehen 17 Schneeschleudern als LKW-Anhänger oder eigene Schneefräsen zur Verfügung. "Die hohe Zahl an Fahrzeugen ermöglicht kurze Umlaufzeiten", so Gorbach.

Eine kurze Vorjahresbilanz: Der letzte Winter war durch
starke Schneefälle bis in die Tallagen gekennzeichnet. Im
Bereich der A 14 musste an 128 Tagen Winterdienst
durchgeführt werden, im Bereich der Straßenmeisterei Arlberg/Montafon an 226 Tagen. Auf Grund des langen und
strengen Winters wurden trotz minimaler Dosierung durch
modernste Streuautomaten 8.160 Tonnen Streusalz und 6.166
Tonnen Splitt verbraucht. Dementsprechend hohe Kosten fielen
an: insgesamt 76,9 Millionen Schilling (5,59 Millionen Euro),
das sind 39.085 Schilling (2.840 Euro).
(gw,nvl)

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