BSE: Rasches Aktionsprogramm

BSE-Schnelltests, generelles Tiermehl-Fütterungsverbot und Kennzeichnungsklarheit von heimischen Fleisch und Fleischwaren

Wien (PWK1047) - Die Produktion von Rindfleisch und dessen Weiterverarbeitung unterliegen in Österreich seit jeher strengsten Auflagen und Kontrollen in Bezug auf Gesundheit, Qualität und Hygiene. Deshalb ist Österreich nach wie vor eines der wenigen Länder in der EU, welches bislang keinen einzigen BSE-Fall verzeichnen musste, betont die Wirtschaftskammer Österreich.

Im Interesse des Konsumenten sollen österreich- und europaweit die bestehenden Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen weiter verbessert werden, um ein Übergreifen von BSE nach Österreich zu verhindern. Um ein größtmögliches Ausmaß an Sicherheit für die österreichische Bevölkerung zu erreichen, werden folgende zusätzliche Maßnahmen getroffen:

Die Bundesregierung tritt für ein EU-weites generelles Verfütterungsverbot von Tiermehl ein. Für Rinder gilt dieses Verfütterungsverbot in Österreich bereits seit 1989 und wird jetzt auch auf andere Nutztiere ausgedehnt. Die Wirtschaft akzeptiert im Interesse ihrer Kunden diesen Schritt, auch wenn er für etliche Branchen zu großen Problemen und finanziellen Belastungen führt.

Auch die Einführung von BSE-Tests ist auf europäischer Ebene grundsätzlich vereinbart. Je rascher diese Tests eingesetzt werden, um so größer wird die Sicherheit des Konsumenten.

So lange in anderen europäischen Ländern BSE-Fälle auftreten, soll der österreichische Verbraucher die Sicherheit haben, dass Fleisch und Fleischwaren, die einen Hinweis auf Österreich enthalten, tatsächlich nur österreichischen Ursprungs sind, und dort ausschließlich österreichisches Rindfleisch Verwendung findet. Im Weg einer Selbstbeschränkung der betroffenen Wirtschaftsbranchen wird daher auf die Verwendung des Wertschöpfungszeichens "A" vorerst im Inland verzichtet. Für Frischfleisch tritt dieser Verzicht sofort in Kraft.

All diese Maßnahmen bescheren in Österreich den betroffenen Wirtschaftszweigen (Futtermittelerzeuger, Viehhandel, Schlachthöfen, Tierkörperverwerter, Fleischer und Lebensmittelhandel sowie den Fleischverarbeitungsbetrieben) enorme unvorhergesehene Kosten in Milliardenhöhe. Um ein weiteres klagloses Funktionieren der österreichischen Fleischwirtschaft im Interesse des Verbrauchers zu garantieren und um den Zusammenbruch von Betrieben sowie den Verlust von Arbeitsplätzen zu vermeiden, schlägt die Wirtschaftskammer Österreich vor, rasch eine Arbeitsgruppe einzurichten. Vertreter der Wirtschaft, der Regierung und der Bauern sollten dort nach entsprechenden Analysen geeignete Vorschläge erarbeiten, um ein größtmögliches Ausmaß an Sicherheit sowie eine Minimierung bzw. Bedeckung der finanziellen Belastungen zu erreichen. (RH)

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