Domany: Faktor 10 durch Kompetenzzentren und Branchenverbünde reduzieren"

WKÖ-Generalsekretär will Parallelarbeiten verhindern, Kosten senken und Dienstleistungsqualität erhöhen

Wien (PWK1046) - "Die Reduktion des Faktors 10 wird kein leeres Schlagwort sein. Mit unserem gestrigen Beschluss zur umfassenden Erneuerung der Wirtschaftskammer-Organisation haben wir auch ein Bekenntnis zur Entbürokratisierung und zur Beseitigung von Doppelgleisigkeiten abgelegt", bekräftigt Christian Domany, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, seine Reformvorhaben. Der Kammertag hat gestern Donnerstag mit den Stimmen aller Delegierten ein umfangreiches Reformpaket beschlossen. Dabei soll das Nebeneinander der zehn Wirtschaftskammern - 9 Landeskammern und eine Bundeskammer - künftig in ein Miteinander verwandelt werden. "Das Rad muss nicht zehnmal neu erfunden werden. Es reicht, wenn eine Aufgabe nur einmal und dafür aber umso besser erledigt wird." Domany will dieses Ziel durch die Errichtung von Kompetenzzentren erreichen. "In diesen sitzen unsere bundesweit besten Leute. Wir erhalten somit ein Know How Bündel, dass durch Effektivität aber auch Effizienz glänzen wird." Erste konkrete Überlegungen werden dazu im Rechtsberatungs- und Servicebereich angestellt. Weitere Einsparungen sollen durch Branchenverbünde und die Zusammenlegung von Dienstleistungen im Backoffice-Bereich erzielt werden.

"Wir bekennen uns zum Föderalismus und zur Autonomie, aber wir und vor allem unsere Mitglieder haben kein Verständnis für teure Parallelarbeiten. Landesspezifische Angelegenheiten sollen daher weiterhin durch die Landeskammer geregelt werden, aber dort wo es geht, sollen sinnvolle Kooperationen eingegangen werden." Der WKÖ-Generalsekretär sieht daher in den Kompetenzzentren das geeignetste Mittel zur Reduktion des Faktors Zehn. "Gelingt uns die Bündelung von Kompetenzen, dann ist es eine Frage der Zeit bis weitere Maßnahmen zum Abbau von Doppelgleisigkeiten kommen."

Ein ähnliches Konzept verfolgt er auch mit der Errichtung von Branchenverbünden. Dabei handelt es sich um Projektgemeinschaften für Fachorganisationen im Geschäftssystem. "Die Kollektivvertragshoheit der einzelnen Fachorganisationen wird also nicht eingeschränkt. Ich will nur, dass sich ihre Vertreter in Branchenverbünden zusammensetzen und ihre Aktivitäten miteinander koordinieren. Das heißt: keine Parallelstudien, keine Mehrfachgutachten, usw." Domany will neben dem Abbau von Mehrfachausgaben aber auch die Schlagkraft der Interessenvertretung erhöhen. "Die Idee des brancheninternen Interessenausgleichs wird so neu belebt."

Einsparungspotenzial ortet der WKÖ-Generalsekretär aber vor allem in der eigenen Verwaltung. "Zum Beispiel unsere Personalverwaltung und Personalverrechnung. Das soll übergreifend organisiert werden. Die Einsparungen in diesem Bereich sollen für eine Steigerung der Serviceleistung verwendet werden."

Besonderen Wert legt Domany beim Abschlankungsprozess der Wirtschaftskammern auf den Ausbau der Dienstleistungsqualität. "Das ist für unsere Mitgliedsbetriebe nichts Neues. Jeden Tag sind sie gefordert Kosten zu senken und dennoch Qualität auszubauen. Mit Recht verlangen sie das auch von ihrer Interessenvertretung." Deswegen will Domany die Reduktion des Faktors 10 auch richtig verstanden wissen. "Wir sprechen konkret von einer Reduktion und nicht von einer Beseitigung. Denn individueller Service lebt von Organisationsvielfalt. Aber wir brauchen mehr Effizienz. Und dort wo es sinnvoll ist, werden Leistungen daher gebündelt." (AB)

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