VSStÖ kritisiert Vorhaben, Frauen zu entmündigen

Wien (SK) Harte Kritik von Seiten des Verbandes sozialistischer Studentinnen und Studenten (VSStÖ) erntet Frauenminister Herbert Haupt für seine Vorschläge bezüglich der Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs. Der VSStÖ sieht darin einen Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht der Frau. ****

"Damit hat die Regierung wieder einmal gezeigt, was sie unter Frauenpolitik versteht. Der Frau das Recht auf eigene Entscheidungen aberkennen zu wollen, ist menschenverachtend. Offensichtlich traut der Frauenminister dem Klientel, das er vorgibt zu vertreten, nicht zu, Entscheidungen ohne den Rat von Männern zu treffen", kritisiert die Vorsitzende des VSStÖ, Dagmar Hemmer, Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die Befürchtungen des VSStÖ, dass die Frauenpolitik in Österreich durch die blau-schwarze Regierung um Jahrzehnte zurück geworfen wird, scheinen durch diese naive Idee des Frauenministers bestätigt.

Bezüglich der so genannten Eugenischen Indikation legt Dagmar Hemmer dem Frauenminister nahe, zumindest gelegentlich Fachleute zu konsultieren, wenn er selbst schon keine Ahnung von der Materie hat:
"Um zu wissen, dass der Schwangerschaftsabbruch nach dem dritten Monat ohnehin an strenge gesetzliche Vorgaben und ärztliche Gutachten gebunden ist, muss man sich nicht einmal ausführlich mit der Sachlage auseinander gesetzt haben. Haupt jedoch scheint darauf vollkommen verzichtet zu haben und mit derartigen Aussagen offensichtlich eine Diskussion um die Fristenlösung in Gang bringen zu wollen. Anstatt eigenständige Entscheidungen von Frauen wieder zu kriminalisieren, sollte sich Minister Haupt lieber überlegen, wie man der gesellschaftliche Stigmatisierung der Frau durch Abtreibung in den ländlichen Gebieten ein Ende setzen kann", fordert Hemmer die Einrichtung von entsprechenden Möglichkeiten auch außerhalb der Großstädte. (Schluss) ml/mm

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