ÖBB: 130 Jahre Stadlau: Großes Bahnhofsfest am Samstag.

"Vom Fischerdorf zur Donaustadt": Ausstellung und Diskussion.

Wien (OTS) - Morgen, Samstag, veranstalten die ÖBB anlässlich des 130-Jahr-Jubiläums des Bahnhofes Stadlau ein großes Fest mit Ausstellungen mehrerer ÖBB-Geschäftsbereiche und einer Diskussion über die Zukunft von Stadlau. Die Veranstaltung trägt den Titel "Vom Fischerdorf zur Donaustadt" und erinnert an den durch die Bahn maßgeblichen geprägten Aufstieg des heutigen 22. Wiener Gemeindebezirks zu einer mittlerweile dicht besiedelten und wirtschaftlich bedeutenden Region. Aussteller sind die ÖBB-Bahnhofsoffensive und der ÖBB-Geschäftsbereich Planung & Engineering mit den aktuellen Infrastrukturprojekten in Wien sowie der ÖBB-Güterverkehr und die ÖBB-Traktion mit der Hochleistungslok Taurus. Das Bezirksmuseum Favoriten ist mit einer Darstellung der historischen Entwicklung Stadlaus präsent. An der Diskussion beteiligen sich neben Vertretern der ÖBB auch regionale Politiker und Interessensvertreter.

Güter- und Personenverkehr am Bahnhof Stadlau

Der Bahnhof Stadlau ist mit rund 10.000 Zügen, die jedes Monat hier abgefertigt werden, ein zentrales Standbein der regionalen Wirtschaft und des öffentlichen Verkehrs im Wiener Osten. Besondere Bedeutung hat der Bahnhof für den Güterverkehr: 9,2 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr von Stadlau aus befördert, heuer wird diese Zahl voraussichtlich noch betroffen. Ausschlaggebend für den florierenden Güterverkehr ist vor allem der nahe gelegene Ölumschlagplatz in der Lobau. Aber auch andere in der Region angesiedelte Industriebereiche nützen die ÖBB-Infrastruktur für die Abwicklung ihrer Geschäfte.

Ein deutlicher Aufschwung im Bereich Personenverkehr wird für die kommenden Jahre erwartet. Dabei ist die Anbindung der Schnellbahnlinie S 80, die derzeit von der Hausfeldgasse im 22. Bezirk über den Bahnhof Stadlau zum Südbahnhof führt, an andere Schnellverbindungen in Wien entscheidend. Mit der morgen erfolgenden Eröffnung der neuen Gemeinschaftshaltestelle Simmering (S 80 / U 3) ist nach der Komplett-Modernisierung der ÖBB-Haltestelle (vormals "Simmeringer Hauptstraße") ein wichtiger Schritt in diese Richtung gesetzt. 2007 wird auch die U-Bahnlinie U 2 verlängert und bis nach Stadlau geführt, wodurch auch hier eine optimale Anbindung erreicht wird. Damit kommt es zu einer deutlichen Aufwertung der S 80 als Schnellverbindung im Wiener Stadtverkehr.

Geschichtlicher Hintergrund

Was im 12. Jahrhundert als "Stadl in der Au" mit nur wenigen Menschen, die neben der Fischerei vor allem auch Holz- und Heuhandel auf dem wichtigen Verkehrsweg Donau betrieben, begann, führte zu einem regionalen Zentrum für Wirtschaft und Industrie und zu einer massiven Zuwanderung, was erst durch den Beginn des Bahnzeitalters möglich wurde. 1835 gab es in Stadlau nur 13 Häuser. Mit dem Bau der Bahnverbindung zwischen Stadlau und Laa/Thaya sowie Stadlau-Simmering, wofür am 1. Dezember 1866 der Startschuss fiel, änderte sich alles. Nach nur vier Jahren Bauzeit konnte diese Strecke fertig gestellt und der Betrieb aufgenommen werden. Die Bahn wurde zur Lebensader einer ganzen Region. Der Bahnhof Stadlau mit seinen Industriegleisen bildete seitdem das Zentrum.

1902 wurde der Bahnhof schließlich elektrifiziert. Mit 120 Zugabfertigungen täglich hatte der Bahnhof bereits zu dieser Zeit eine beachtliche Stellung. Mit dem massiven Zuzug von Industriebetrieben mussten Ackerbau und Fischerei Fabriksarbeitern weichen. Heute wird der Transport einer breiten Produktpalette - von Mineralöl bis hin zu Autos - am Bahnhof Stadlau abgewickelt. Als integraler Bestandteil der Donaustadt ist der Bahnhof Stadlau eine moderne Einrichtung und ein unverzichtbares Standbein von Wirtschaft und Bevölkerung.

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