- 01.12.2000, 12:06:29
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ÖBB: 130 Jahre Stadlau: Großes Bahnhofsfest am Samstag.
"Vom Fischerdorf zur Donaustadt": Ausstellung und Diskussion.
Wien (OTS) - Morgen, Samstag, veranstalten die ÖBB anlässlich des
130-Jahr-Jubiläums des Bahnhofes Stadlau ein großes Fest mit
Ausstellungen mehrerer ÖBB-Geschäftsbereiche und einer Diskussion
über die Zukunft von Stadlau. Die Veranstaltung trägt den Titel "Vom
Fischerdorf zur Donaustadt" und erinnert an den durch die Bahn
maßgeblichen geprägten Aufstieg des heutigen 22. Wiener
Gemeindebezirks zu einer mittlerweile dicht besiedelten und
wirtschaftlich bedeutenden Region. Aussteller sind die
ÖBB-Bahnhofsoffensive und der ÖBB-Geschäftsbereich Planung &
Engineering mit den aktuellen Infrastrukturprojekten in Wien sowie
der ÖBB-Güterverkehr und die ÖBB-Traktion mit der Hochleistungslok
Taurus. Das Bezirksmuseum Favoriten ist mit einer Darstellung der
historischen Entwicklung Stadlaus präsent. An der Diskussion
beteiligen sich neben Vertretern der ÖBB auch regionale Politiker und
Interessensvertreter.
Güter- und Personenverkehr am Bahnhof Stadlau
Der Bahnhof Stadlau ist mit rund 10.000 Zügen, die jedes Monat
hier abgefertigt werden, ein zentrales Standbein der regionalen
Wirtschaft und des öffentlichen Verkehrs im Wiener Osten. Besondere
Bedeutung hat der Bahnhof für den Güterverkehr: 9,2 Millionen Tonnen
wurden im vergangenen Jahr von Stadlau aus befördert, heuer wird
diese Zahl voraussichtlich noch betroffen. Ausschlaggebend für den
florierenden Güterverkehr ist vor allem der nahe gelegene
Ölumschlagplatz in der Lobau. Aber auch andere in der Region
angesiedelte Industriebereiche nützen die ÖBB-Infrastruktur für die
Abwicklung ihrer Geschäfte.
Ein deutlicher Aufschwung im Bereich Personenverkehr wird für die
kommenden Jahre erwartet. Dabei ist die Anbindung der
Schnellbahnlinie S 80, die derzeit von der Hausfeldgasse im 22.
Bezirk über den Bahnhof Stadlau zum Südbahnhof führt, an andere
Schnellverbindungen in Wien entscheidend. Mit der morgen erfolgenden
Eröffnung der neuen Gemeinschaftshaltestelle Simmering (S 80 / U 3)
ist nach der Komplett-Modernisierung der ÖBB-Haltestelle (vormals
"Simmeringer Hauptstraße") ein wichtiger Schritt in diese Richtung
gesetzt. 2007 wird auch die U-Bahnlinie U 2 verlängert und bis nach
Stadlau geführt, wodurch auch hier eine optimale Anbindung erreicht
wird. Damit kommt es zu einer deutlichen Aufwertung der S 80 als
Schnellverbindung im Wiener Stadtverkehr.
Geschichtlicher Hintergrund
Was im 12. Jahrhundert als "Stadl in der Au" mit nur wenigen
Menschen, die neben der Fischerei vor allem auch Holz- und Heuhandel
auf dem wichtigen Verkehrsweg Donau betrieben, begann, führte zu
einem regionalen Zentrum für Wirtschaft und Industrie und zu einer
massiven Zuwanderung, was erst durch den Beginn des Bahnzeitalters
möglich wurde. 1835 gab es in Stadlau nur 13 Häuser. Mit dem Bau der
Bahnverbindung zwischen Stadlau und Laa/Thaya sowie
Stadlau-Simmering, wofür am 1. Dezember 1866 der Startschuss fiel,
änderte sich alles. Nach nur vier Jahren Bauzeit konnte diese Strecke
fertig gestellt und der Betrieb aufgenommen werden. Die Bahn wurde
zur Lebensader einer ganzen Region. Der Bahnhof Stadlau mit seinen
Industriegleisen bildete seitdem das Zentrum.
1902 wurde der Bahnhof schließlich elektrifiziert. Mit 120
Zugabfertigungen täglich hatte der Bahnhof bereits zu dieser Zeit
eine beachtliche Stellung. Mit dem massiven Zuzug von
Industriebetrieben mussten Ackerbau und Fischerei Fabriksarbeitern
weichen. Heute wird der Transport einer breiten Produktpalette - von
Mineralöl bis hin zu Autos - am Bahnhof Stadlau abgewickelt. Als
integraler Bestandteil der Donaustadt ist der Bahnhof Stadlau eine
moderne Einrichtung und ein unverzichtbares Standbein von Wirtschaft
und Bevölkerung.
Rückfragehinweis: ÖBB Kommunikation Wien
Mag. Gary Pippan
Tel: 01 / 93000-33596
Fax: 01 / 93000-265-33596
e-mail: gary.pippan@kom.oebb.at
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