Grünewald: AIDS-Risikogruppen leiden an Ausgrenzung und Diskriminierung

Finanzielle Unterstützung von Selbsthilfegruppen nötig

Wien (OTS) "In den letzten Jahren scheint man sich an AIDS gewöhnt zu haben. Dabei sind etwa die die Neuinfektionen bei nicht drogenabhängigen Heterosexuellen steigend, bei homosexuellen Männern stagnieren sie und bei Drogenabhängigen haben sie stark abgenommen, so der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, anläßlich des heutigen Welt-AIDS-Tages.

Verschiedenste Risikogruppen leiden aber immer noch unter massiver Diskriminierung und Ausgrenzung. So hat etwa eine restriktive Drogenpolitik und Strafverfolgung von Abhängigen gesundheitspolitisch negative Auswirkungen, indem die Gefahr der Ausbreitung nicht nur von AIDS, sondern auch von infektiösen Leberentzündungen steigen wird. Notwendig sind daher neue Initiativen, um den gegenwärtigen Stillstand bzw. gar Verschlechterungen der derzeitigen Situation zu vermeiden.

Die Grünen fordern daher den Ausbau einer gesundheitspolitisch aussagekräftigen Epidemiologie, um rechtzeitig auf veränderte Situationen reagieren können. Die Kooperation von Experten ist auch auf nationaler Ebene zu verstärken und ein besonderes Augenmerk muß auf eine verbesserte Ausbildung von MedizinerInnen und Gesundheitsberufen in Hinblick auf Diagnose, zeitgemäße Therapie und Prävention gelegt werden. "Weiters ist die finazielle Unterstützung von Selbshilfegruppen und AIDS-Einrichtungen, speziell auch die des dort tätigen Personals langfristig zu sichern", so Grünewald abschließend.

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