WESTENTHALER (3): Format-Journalist wollte Verfahren beeinflussen

Gutachter wurde mit tatsachenwidriger Behauptung konfrontiert

Wien, 2000-12-01 (fpd) - Im Gutachten über den Binder-Brief fände sich auch noch eine weitere Unglaublichkeit, welche die Verquickung österreichischer Journalisten mit den ermittelnden Beamten aufzeige, erklärte FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler im weiteren Verlauf seiner heutigen Pressekonferenz. ****

Im Gutachten von Prof. Dr. Muckenschnabel stehe folgendes zu lesen:
"Ferner hat mich ein Redakteur der Illustrierten ‚Format‘ mehrmals angerufen und letztlich auch behauptet, seine ihm gut bekannten ‚Freunde‘ hätten ihm bereits mitgeteilt, daß Horst Binder gestanden habe, diese inkriminierte Zuschrift an Herrn Haider erstellt und auch unterfertigt zu haben. Dieser Redakteur genannter Zeitschrift wollte von mir also wissen, ob Horst Binder dieses Schriftstück unterfertigt bzw. vorher schon erstellt hätte. Ich verwies ihn aufgrund meines Eides an das Landesgericht mit dem Ersuchen, diesem seine angeblichen Erfahrungen und ‚Beweise‘ unter der Aktenzahl mitzuteilen, da ich selbst dazu keineswegs befugt wäre."

Ein Journalist des "Format" habe den Gutachter also noch während der Erstellung des Gutachtens angerufen und ihn mit einer tatsachenwidrigen Behauptung konfrontiert, um in dieses Verfahren offensichtlich manipulierend einzugreifen. "Erstmals ist bewiesen, daß ein Journalist des Fellner-Hauses versucht hat, ein Gerichtsverfahren zu beeinflussen." Westenthaler sprach von einem unglaublichen Skandal. (Forts.)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC