Diözesanbischof Weber und ORF-Generalintendant Weis eröffnen Symposium "Medien, Utopien, Religion"

Wien (OTS) - Das Medienbüro der Österreichischen Bischofskonferenz und der ORF sind Veranstalter des zweitägigen Symposiums "Medien, Utopien, Religion", das am Freitag, dem 1. Dezember 2000, im ORF-Zentrum in Wien eröffnet wurde. Thema der zweitägigen Tagung sind die veränderten Lebensbedingungen der Mediengesellschaft und deren Auswirkungen auf Religion und Kirche.

ORF-Generalintendant Gerhard Weis erklärte bei der Eröffnung des Symposiums, die Zielsetzung der Veranstaltung sei es, mit diesem Symposium ein Forum zur Diskussion über das Verhältnis von Medien, Utopien und Religion anzubieten. Generalintendant Weis: "Fragen stellen sich ja zuhauf: Welche Verantwortung tragen die Medien für die Fortschreibung europäischer Geistigkeit? Welche Rolle spielen Kirchen und Religionen heute für inspirierende Zukunftsentwürfe? Wo verläuft die Grenze zwischen hoffnungsvollen Bildern einer erstrebenswerten Zukunft und menschenfeindlichen Utopien? Und vor allem: Wie können Kirchen und Medien sinnvoll bei der Lösung solcher und weiterer Fragen zusammenwirken?" Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen stelle sich der ORF diesen Fragen gerne.

Weis betonte auch, dass Kirche und öffentlich-rechtlicher Rundfunk einen gemeinsamen Nenner hätten: "Beide denken über den Augenblick hinaus, es geht beiden - auf unterschiedliche Weise freilich -darum, Orientierung zu bieten und Sinn zu stiften."

Diözesanbischof Dr. Johann Weber erklärte in seinem Eröffnungsstatement, dass die katholische Kirche in Österreich seit vielen Jahren - gestärkt durch die vatikanische Medieninstruktion "Communio et Progressio" - den Weg der Partnerschaft zwischen Kirche und Medien gegangen sei. "Wie in jeder Partnerschaft bedeutet das nicht, ständig ein Herz und eine Seele zu sein. Auseinandersetzungen sind bisweilen notwendig; es gibt unterschiedliche Auffassungen, die man nicht zudecken darf, sondern denen man auf den Grund gehen muss", so Diözesanbischof Weber. Deshalb sehe er es als ein erfreuliches Zeichen der guten Partnerschaft zwischen Kirche und öffentlich-rechtlichem Rundfunk in Österreich, dass dieses internationale Symposium gemeinsam vom ORF und vom Medienbüro der Österreichischen Bischofskonferenz veranstaltet wird. Die Veranstaltung sei eine Bestätigung dafür, dass sich beide -Kommunikationsexperten und Kirchenleute - Sorge um den Menschen machen, um seine Zukunft.

Im Rahmen dieses internationalen Symposiums werden die Theologen Univ.-Prof. Dr. Jozef Niewiadomski (Innsbruck), ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Palaver (Innsbruck), Univ.-Prof. Dr. Arno Schilson (Mainz) und Univ.-Prof. Dr. Gerhard Larcher (Graz) sowie die Kommunikationswissenschafterinnen und -wissenschafter und Germanisten Univ.-Prof. Dr. Jochen Hörisch (Mannheim), PD Dr. Joan Kristin Bleicher (Hamburg) und Franz Manola (ORF ON, Wien) referieren und ihre Thesen zur Diskussion stellen.

Das internationale Symposium "Medien, Utopien, Religion" findet heute, Freitag, den 1. Dezember, bis ca. 18.30 Uhr und morgen, Samstag, dem 2. Dezember, von 9.00 bis ca. 17.30 Uhr im ORF-Zentrum, Würzburggasse 30, 1136 Wien statt.

Foto via APA

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