HGPD-Kaske: "Saisonniers rein - Arbeitslose, bitte warten"

Jede Saison erhöht Bartenstein das Saisonnierskontingent

Wien (HGPD/ÖGB). "Da hat die Wintersaison noch gar nicht richtig begonnen und schon bewilligt Wirtschaftsminister Bartenstein 5.730 zusätzliche Saisonniers aus Mittel- und Osteuropa für den Tourismus", empört sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske: "Anstatt, dass man sich bemüht in- und sich bereits im Lande befindende ausländische ArbeitnehmerInnen wieder in Beschäftigung zu bringen, werden tausende Billigstarbeitskräfte geholt."++++

Kaske erklärt, dass gegenüber 1999 - da waren es 3.045 - knapp 2.700 weitere Arbeitskräfte geholt würden. "Das wird dann gerne mit der Alpinen Ski WM in St. Anton begründet - eine abenteuerliche Argumentation. Denn was hat die WM in Tirol mit Kontingentaufstockungen im Burgenland, in Kärnten, in Salzburg, in der Steiermark oder in Wien zu tun", wundert sich der HGPD-Vorsitzende.

"Anstatt die Interessen der Inländer und der in Österreich lebenden Ausländer zu vertreten, trifft Minister Bartenstein einsame Entscheidungen gegen die ArbeitnehmerInnen in diesem Land - eine unverständliche Vorgangsweise bei fast 23 Prozent Arbeitslosigkeit im Tourismus", meint Kaske und betont, dass die Gewerkschaft HGPD genau auf die Einhaltung der Rechtsvorschriften bei der Vergabe und Beschäftigung von Saisonniers achten werde: "Schließlich ist es hier im letzten Jahr zu einigen Unsauberkeiten bei der Sozialversicherung gekommen. Für die Kolleginnen und Kollegen, die bei der Ski WM in St. Anton arbeiten, ist ein spezielles Beratungsservice unserer Gewerkschaft geplant." (kk)

ÖGB, 1. Dezember 2000 Nr. 1046

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