Montag Aussiedlung des Hundsfisches im Nationalpark Donau-Auen

Wien, (OTS) Ein weiteres einstmals in den Donauauen beheimatetes Tier wird nun in der Lobau wieder angesiedelt: Am Montag, 4. Dezember, um 11.00 Uhr werden die ersten
nachgezüchteten Hundsfische in der Lobau "ausgewildert". Umweltstadtrat Fritz Svihalek wird die Fische in ihrem alten Lebensraum in den Gewässern des Nationalparks Donau-Auen freisetzen.

Der Hundsfisch war einst ein in den Augewässern der Donau verbreiteter Fisch, war aber in Wien als Folge der
Donauregulierung und des Lebensraumverlustes seit langem ausgestorben. Im Nationalpark kann er jetzt wieder eine Existenzgrundlage finden und soll daher wieder eingebürgert
werden.

Übrigens war der Hundsfisch nicht nur aus den Wiener Auen verschwunden, er galt überhaupt in Österreich als ausgestorben und wurde erst vor einigen Jahren wieder entdeckt. Derzeit kommt er in unserem Land nur noch in zwei Gewässern vor und ist daher extrem gefährdet. Diese beiden Standorte sind auch die einzigen innerhalb der Länder der Europäischen Union. Deshalb werden die mehrere Millionen Schilling kostenden arterhaltenden Maßnahmen auch im Rahmen eines LIFE-Natur-Programmes durch die EU unterstützt.

Um dem Hundsfisch eine langfristige Überlebenschance zu
geben, hat der Nationalpark Donau-Auen ein spezielles Förder-Projekt gestartet: Dazu gehören die Verbesserung der ökologischen Situation in den Gewässern des Nationalparks und die Vermehrung
der Tiere und sowie ihre Ansiedlung in geeigneten Gewässern. Ausserdem werden die nachgezüchteten Tiere für naturbegeisterte Aquarianer (kostenlos) angeboten, sobald eine ausreichende Menge
zur Verfügung steht. Der Hundsfisch war im vorigen Jahrhundert
auch als Aquarienfisch beliebt: er benötigt keine Heizung, sogar die Luftpumpe ist verzichtbar. Je weniger die Becken gepflegt werden, umso besser gefällt es ihm. Dadurch ist er der ideale
Fisch für aquarienbegeisterte Kinder.

Der 10 cm lange Fisch ist optisch eher unscheinbar. Das Spezielle ist seine an extreme Umwelt-Verhältnisse angepasste Biologie und seine "Aussterbens" - und "Wiederentdeckungs"-Geschichte. Er ist ein Spezialist stark verlandender Gewässer und vermeidet dadurch die Konkurrenz: Wenn andere Fischarten durch Sauerstoffmangel verendet sind und mit dem Bauch nach oben im Tümpel treiben, ist der Hundsfisch immer noch putzmunter und gewinnt seinen Sauerstoff aus der Luft. Dadurch kann er Gewässer besiedeln, welche für seine Konkurrenten und Räuber unerreichbar bleiben. (Schluss) hrs/nap

Geehrte Redaktion,
Die Freisetzung in der Lobau am 4. Dezember findet um 11.00
Uhr statt. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr beim Nationalpark-Eingang Saltenstraße (Obere Lobau; die Saltenstraße ist eine Seitenstraße der Großenzersdorfer Straße und zweigt von dieser etwa auf Höhe des General Motors-Werkes Richtung Donau ab. Wo die Saltenstraße das Mühlwasser schneidet, beginnt der Nationalpark Donau-Auen).

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