Gewerkschaft: Kika sperrt Betriebsrat aus

Möbelkette will Betriebsratwahl verhindern

Wien (HTV/ÖGB). "Die Chefs der Möbelkette Kika wollen die Wahl eines Arbeiterbetriebsrates verhindern. Der Betriebsratsvorsitzende der von Kika übernommenen Möbelkette Michelfeit wurde ausgesperrt", ist der für die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) zuständige Sekretär, Franz Redl, alarmiert.++++

Seit Anfang dieses Jahres gehört die Möbelkette Michelfeit zum Kika-Imperium. Dadurch ist nach Ansicht der Gewerkschaft die Wahl eines gemeinsamen Arbeiterbetriebsrates für alle Standorte des Kika-Imperiums notwendig. Redl: "Die Kika-Chefs wollen keinen Betriebsrat in allen ihren Filialen und haben nun den noch amtierenden Betriebsratsvorsitzenden der Michelfeitkette, Manfred Kropf, Hausverbot erteilt."

Für die Gewerkschaft, so der HTV-Sekretär, "ist diese Vorgangsweise ein Skandal." Rechtliche Schritte sollen nun die Wahl des Betriebsrates ermöglichen. Seitens der Gewerkschaft HTV wird dem Betriebsratsvorsitzenden Kropf die volle Unterstützung zugesichert. Redl: "Ich verstehe nicht, dass so ein renommierter Betrieb wie Kika das notwendig hat. Aber vielleicht kommen die Kika-Chefs in der Vorweihnachtszeit doch noch zur Einsicht."(ff)

ÖGB, 1. Dezember 2000
Nr. 1044

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