Offener Wettbewerb für Thalia dringend

Architekten fordern breitestmögliche Ausschreibung für Grazer 50er-Juwel

Graz (OTS) - "Gerade anbetrachts der momentanen Probleme mit dem dritten Anlauf für das Grazer Kunsthaus ist ein - zumindest national - Offener Architekturwettbewerb für die Grazer Thalia dringend notwendig", forderte Dipl. Ing. Andreas Turk, der Präsident der Architekten und Ingenieurkonsulenten der Steiermark und Kärntens am Freitag in einer Medien-Aussendung.

Die Grazer Stadtplanung beabsichtige, zu einem kleinen Auswahlverfahren für den Umbau der Thalia - +......ist in seiner architektonischen Erscheinung als auch in allen Details (bis zur Ausstattung) eine der charakteristischen Arbeiten der fünfziger Jahre+ schreibt Architektur-Papst Friedrich Achleitner - lediglich drei in den letzten Jahren mit der Thalia beschäftigte Architektenteams einzuladen, was der kulturhistorischen Bedeutung des Umbaues der Thalia, ursprünglich die Muse der komischen Dichtung, nicht gerecht werde, meinte der Ziviltechniker-Präsident. Die Stadt Graz müsse sich ihrer kulturhistorischen und baukulturellen Verantwortung bewußt sein und die breitestmögliche Ausschreibungsform unter Einbeziehung von Bauingenieuren (Statikern) und Ablaufplanern wählen, um aus einer Fülle kreativer Lösungsmöglichkeiten auswählen zu können.

"Wir Architekten und Ingenieure sind uns aber der Tatsache bewußt, dass die Stadt Graz im Ernstfall nur die Fäuste in den Hosentaschen ballen kann, weil die Thalia soeben von der Hypo-Leasing an die Acoton Projektmanagement & Bauträger GesmbH. verkauft worden ist, die der Alpine-Mayreder Bau GmbH. (Salzburg) gehört. Da das hohe kulturpolitische Engagement der Alpine-Gesellschafter bekannt ist, setzen wir darauf, dass es dem Käufer gemeinsam mit der Stadt gelingen wird, einen Offenen Architekturwettbewerb für den Umbau der denkmalgeschützten Thalia auszuschreiben. Dafür bieten die steirischen Architekten und Ingenieure gerne und jederzeit ihre Unterstützung - auch in Form eines Projektteams - an, um für die Thalia, das Baujuwel der 50er Jahre, eine optimale Zukunft zu sichern."

"Wenn es die Stadt schon vor Jahren verabsäumt hat, statt eines Discotempels ein Nierentisch- und Messinglampen-Museum der 50er Jahre einzurichten, dann sollte sie sich wenigstens jetzt dafür einsetzen, im Wege einer breitestmöglichen Ideenfindung der Muse der komischen Dichtung eine optimale Zukunft 50 Jahre nach ihrem Bau zu sichern", schloß Andreas Turk, der Präsident der steirisch-kärntnerischen Ziviltechniker-Kammer.

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