Bikers' Project: Neue Initiative gegen die Horrorzahl schwerer Motorradunfälle.

Wien (OTS) - Bikers' Project: Neue Initiative gegen die Horrorzahl schwerer Motorradunfälle.

Die Bilanz der Motorradunfälle im Jahr 2000 übertrifft sogar die Schreckensbilanz des Vorjahres um 10%. Bis zum heutigen Tage verunglückten dieses Jahr in Österreich bereits 113 Motorradfahrer und 41 Mopedfahrer tödlich. Diese traurige Bilanz zwingt zum Umdenken in der Sicherheitsarbeit.

Bikers' Project ist eine bundesweite Motorrad-Sicherheitsinitiative mit der Zielsetzung, die Zahl der Motorradunfälle in den nächsten Jahren deutlich zu senken. Der Impuls zur Gründung der Initiative ging von der NÖ-Landesregierung aus, deren Verkehrsexperten bereits im Vorjahr die dramatische Entwicklung voraussahen und eine umfassende Studie über Motorradsicherheit ("ride easy") beauftragten. Bikers' Project baut auf den Ergebnissen dieser Studie auf und soll auf ganz Österreich ausgedehnt werden.

"Wir wollen einerseits das Maßnahmenpaket aus der "ride easy-Studie" umsetzen und andererseits eine effektive "Drehscheibe" für die Sicherheit der Motorradfahrer in Österreich werden. Unsere Aufgabe sehen wir - neben der Koordinierungsfunktion - in der Forschung, der Ausarbeitung von Maßnahmenempfehlungen, dem Lobbying zur Durchsetzung dieser Empfehlungen und der effektiven Öffentlichkeitsarbeit. Wie schon der Name "Bikers' Project" ausdrückt, verstehen wir uns als eine Initiative der Biker und nicht als eine "Obrigkeits-institution". Wir bauen auf eine effektive Kooperationen mit den Bikern selbst, den Behörden, der Fahrzeugindustrie und dem Handel, den Medien sowie allen Sicherheitsinstitutionen in Österreich," so der Bikers' Project-Koordinator Mag. Michael Praschl.

Welche Maßnahmen sind geplant?

a) Erstellung eines Netzwerkes für Motorradsicherheit, in das möglichst viele Meinungsbildner und engagierte Biker eingebunden werden.

b) Effektive Bewußtseinsbildung mit dem Schwerpunktthema "Mehr Sicherheitsreserve in der Kurve". Die meisten tödlichen Motorradunfälle passieren nämlich in Kurven!

c) Kampagne für weniger risikobezogene Fahrstile bei Motorrad- und Autofahrern in Kooperation mit der Fahrzeugindustrie, die generell zu mehr echten Sicherheitsinitiativen motiviert werden soll. Von allen maßgeblichen Faktoren hat der Fahrstil mit Abstand den stärksten Einfluß auf die Unfallbelastung!

Auch Autofahrer sind eine wichtige Bikers' Project - Zielgruppe:
Fast 30% der Motorradopfer gehen auf das Konto rücksichtsloser oder unvorsichtiger Autofahrer!

d) Bessere Kaufberatung in Kooperation mit dem Fahrzeughandel:
Viele Biker sind mit Fahrzeugen unterwegs, die nicht zu ihnen passen. Auch dadurch passieren viele Unfälle.

e) Auflistung von Gefahrenstellen und Initiierung der Entschärfung solcher "Motorradfallen". Die Motorrad Aktions Gruppe (MAG) und ihre zahlreichen Mitglieder werden sich hier besonders engagieren.

f) Initiierung von Fahrtrainings mit echter Sicherheitsorientierung nach dem Vorbild der Trainings im Rahmen der Wiener Aktion "Bike 2000" (MA 46). "Von einem Sicherheitstraining kann man nur sprechen, wenn auch die "Unfallursachen im Kopf" Inhalt des Trainings sind", so Praschl.

Es ist Zeit, neue Wege zu beschreiten! Bikers' Projekt will auch Vorbild für andere engagierte und wirkungsvolle Initiativen zur Hebung der Verkehrssicherheit sein.

Nähere Informationen (inkl. Projektlogo, Studienergebnissen, etc.): http://members.aon.at/mip/bikersproject.htm

Kontakt (Bikers' Project) Mag. Michael Praschl Thaliastraße 97/2, 1160 Wien Tel.: 01/494 80 60, e-mail: praschl@aon.at

Die ride easy - Motorradstudie ist erhältlich bei Ing. Christian Hofecker Landhausplatz 1 Haus 16, 3109 St. Pölten Tel.:
02742/200/5560, e-mail: christian.hofecker@noel.gv.at

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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Praschl
PRASCHL - Mobilitäts- und Motivforschung
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