Ferrero-Waldner traf Faisal Husseini in Wien

"Es darf keine Alternative zum Verhandlungstisch geben"

Wien (OTS) - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner traf heute
mit dem palästinensischen Minister für Jerusalem-Angelegenheiten in Wien zu einem Gespräch zusammen. Die Außenministerin drückte dabei ihre Erschütterung über die Toten auf beiden Seiten im jüngsten Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern aus.

Ferrero-Waldner zeigte Verständnis für die "Frustration" auf palästinensischer Seite aufgrund des Stilstandes im Friedensprozeß meinte aber gleichzeitig, daß "mit Gewalt keine Lösungen gefunden werden können und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch unerläßlich sei". "Beide Seiten müssen den in Sharm El-Sheik erzielten Vereinbarungen angesichts der langen Dauer der Gewalttätigkeiten und der steigenden Opferzahlen rasch Folge leisten und den Weg des Friedens - zu dem es keine Alternative gibt - einschlagen", sagte die Außenministerin.

Ferrero-Waldner bedauerte die negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der jüngsten israelischen Maßnahmen gegen die Palästinenser und verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß die EU Israel kürzlich ersucht hat, diese Maßnahmen zurückzunehmen.

Ferrero-Waldner sagte auch, daß Österreich die jüngsten Bemühungen des UN-Generalsekretärs für eine allfällige internationale Beobachtermission in den palästinenschischen Gebieten unterstützt.

Zu den laufenden österreichischen Projekten in Palästina sagte Ferrero-Waldner, daß die Austro-Arab Community Clinic in der Altstadt von Jerusalem, ab 01.01.2001 von einem renommierten palästinenischen Krankenhaus in Jerusalem, Makasset Hospital, übernommen wird. Das Makasset Hospital wird angesichts der aktuellen politischen Krise mit einer einmalige Zuwendung in der Höhe von ATS 2 Mio unterstützt. "Damit sollen dringend benötigte Geräte für die Intensivmedizin angeschafft und die psychosoziale Betreuung der Verletzten und ihrer Familien mitunterstützt werden", so die Außenministerin. Als weitere Schwerpunkte österreichischer Projekte in Palästina nannte Ferrero-Waldner:

- Trinkwasser (Meerwasserentsalzungsanlage Gaza, Projekt zur Optimierung der Boden- und Wasserressourcen)

- Berufsbildung (Zentrum für Berufsbildung für Erwachsene Gaza -"WIFI")

- Gesundheit und Soziales (Zentrum für chronische Krankheiten, Weiterführung von Teilen des Sozialprojekts in der Altstadt von Jerusalem)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten
Pressesprecher der Aussenministerin-
Gesandter Mag. Johannes Peterlik
Tel.: 01 53115 3265

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA/OTS