ÖGJ: Qualitätssteigerung in Tourismuslehrberufen notwendig

Jugendliche dürfen nicht die Sündenböcke für Arbeitskräftemangel im Tourismus sein

Wien (ÖGJ). "Lehrlinge dürfen nicht dazu herangezogen werden, Löcher im Tourismus zu stopfen", ist Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), überzeugt. "Hinter den Vorschlägen zu Schmalspurlehrberufen von Staatssekretärin Rossmann steckt nichts anderes als der Versuch den Arbeitskräftemangel im Tourismus durch Jugendliche als billige Arbeitskräfte zu decken."++++

"Das Problem, dass nicht genügend Jugendliche in Tourismuslehrberufen ihre Zukunft suchen, liegt keineswegs darin, dass die angebotenen Lehrberufe die Jugendlichen nicht interessieren", so Maringer. Vielmehr würden die Jugendlichen durch die schlechten Rahmenbedingungen und die eingeschränkten Zukunftschancen abgeschreckt. Maringer: "Vor dem Hintergrund, dass das Einkommen im Tourismus 30 Prozent unter dem heimischen Durchschnittseinkommen liegt und ein Arbeitnehmer nicht länger als zehn Jahre in dieser Branche verbringt, ist es meiner Ansicht nach der falsche Ansatz der dualen Lehrausbildung die Schuld in die Schuhe zu schieben."

"Was hier dringend gefragt ist, ist eine massive Qualitätssteigerung. Denn kaum eine Branche genießt in puncto Lehrlingsausbildung einen so schlechten Ruf wie die Tourismusbranche. Es besteht kein Zweifel, dass es auch hier vorbildhafte Unternehmen gibt. Doch die schwarzen Schafe müssen durch stärkere Kontrollen zur Verantwortung gezogen werden", so Maringer abschließend. (aw)

ÖGB, 30. November 2000
Nr. 1031

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