ÖGB: Die Belastungen der Regierung zum Tag

Lass dir das nicht gefallen - Menschenkette am 5. Dezember

Wien (ÖGB). Seit die derzeitige Regierung im Amt ist hagelte es Belastungen vor allem für ArbeitnehmerInnen, Frauen, PensionistInnen und sozial Schwache. Der ÖGB ruft daher für den 5. Dezember 2000, 17 Uhr, zu einer Menschenkette um das Parlament in Wien auf. Zur Erinnerung bringen wir Beispiele der Belastungspakete der derzeitigen Regierung.++++

Einschränkung der Mitversicherung

Der Schutz der Krankenversicherung umfasst die Mitversicherung von Ehepartnern bzw. von Lebensgefährten ohne dass dafür ein zusätzlicher Beitrag zu leisten ist. Der Versicherungsschutz wird mit 1. Jänner 2001 eingeschränkt und für kinderlose Ehepartner und Lebensgefährten entfallen. Diese können in der Höhe des jeweiligen Dienstnehmerbeitrages "begünstigt" mitversichert werden.

Wer ist betroffen

Fast 100.000 Personen ohne Kinder, davon fast die Hälfte jünger als 50 Jahre und fast ausschließlich Frauen werden davon betroffen sein.

Was heißt das im Einzelfall
Herwig Weller, Arbeiter, verheiratet, keine Kinder, verdient 20.000 Schilling monatlich brutto und zahlt derzeit einen Beitrag von 790 S Krankenversicherung für sich und seine Ehegattin. Geht es nach der Regierung, wird sich dieser Beitrag auf 1.580 Schilling verdoppeln. Für das Ehepaar Weller bedeutet das jährliche Mehrkosten von mehr als 11.000 Schilling.
Bernd Gräger, Angestellter, lebt mit einer Lebensgefährtin zusammen, kein Kind, verdient 30.000 Schilling im Monat. Sein Beitrag in die Krankenversicherung beträgt heute 1.020 Schilling, danach 2.040 Schilling. Die jährlichen Mehrkosten betragen fast 14.300 Schilling.

Frau Theresia Baumann bezieht eine Notstandshilfe in Höhe von 7.500 Schilling. Das Nettoeinkommen (14.000 Schilling monatlich) des Partners führt dazu, dass die Frau die Notstandshilfe verliert. Somit verringert sich das Nettohaushaltseinkommen von 21.500 Schilling auf 14.000 Schilling netto. Nun kommt die zusätzliche Belastung durch den neuen Krankenversicherungsbeitrag in der Höhe von ca. 700 Schilling monatlich dazu.

Der ÖGB ruft daher zur Menschenkette um das Parlament am 5. Dezember, 17 Uhr, auf.(ff)

ÖGB, 30. November 2000 Nr. 1030

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