KfV: Pionierarbeit für die Sicherheit der Wiener Pendler im Auftrag der Arbeiterkammer

Wien (OTS) - Jährlich verunglücken mehr als 1000 Wiener Pendler auf dem Arbeitsweg. KfV-Studie belegt erstmals die Unfallrisiken Pro Jahr ereignen sich in Wien rund 5000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden - traurige Bilanz: rund 60 Tote und 6000 Verletzte. Was bisher aus keiner Statistik hervorging: 16 Prozent der Verunglückten und 8 Prozent der Getöteten waren zum Zeitpunkt des Unfalles auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Im Durchschnitt sind das jährlich mehr als 1000 Pendler, die auf dem Arbeitsweg verunglücken. Rund 5 Pendler sterben jährlich an den Folgen eines Verkehrsunfalles. Das ist ein wesentliches Ergebnis der Studie "Sicherheit der Arbeitswege in Wien", die das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) im Auftrag der Arbeiterkammer Wien erarbeitet hat.

Daten & Taten: Statistik als Grundlage für Verkehrssicherheitsmaßnahmen

Über das Unfallrisiko "Arbeitsweg" waren bislang aufgrund der unterschiedlichen Statistik-Formen keine fundierten Aussagen möglich. Das KfV-Institut für Verkehrstechnik leistete in diesem Bereich Pionierarbeit, in dem die Verkehrsunfallstatistik mit den AUVA-Unfalldaten abgeglichen wurde. "Das Ergebnis unserer Arbeit macht gezielte Verkehrssicherheitsmaßnahmen möglich, da die Problembereiche punktgenau herausgefiltert werden", erklärt Ing. Erwin Schrammel, Leiter der KfV-Verkehrstechnik.

Dem Risiko auf der Spur: So kommen Sie am sichersten zur Arbeit

Nummer 1 bei den unfallträchtigsten Verkehrsmitteln sind einspurige Fahrzeuge: Pendler, die mit Fahrrädern, Motorrädern und Mopeds unterwegs sind, haben ein 60-200 mal höheres Unfallrisiko als ihre Kollegen, die öffentliche Verkehrsmittel wählen. Öffi-Fans sind am sichersten unterwegs: Von 10.000 Pendlern verunglücken statistisch gesehen nur 8 Personen.

Unfälle haben Ursachen: Speed kills

Ein zentraler Problembereich bei den motorisierten Pendlern ist nicht angepaßte Geschwindigkeit. Rund 25 Prozent der Unfälle sind auf Fahrer zurückzuführen, die zu schnell unterwegs waren. Daher sind auch straßenbauliche und straßenpolizeiliche Maßnahmen zu forcieren, die dazu beitragen, daß der Mensch und sein natürliches Tempo wieder zum Maß des Verkehrsgeschehens werden. Durch die geringere Geschwindigkeit des Verkehrs kann menschliches Fehlverhalten, die Hauptursache vieler Unfälle, zum Teil kompensiert werden. Im Fall eines (Un)falles kann dadurch zusätzlich ein möglicher Beitrag zur Reduktion der Unfallschwere geleistet werden. Zu bedenken bleibt aber, daß es dadurch keine 100-prozentige Sicherheit geben kann: Es bleibt immer auch das Verantwortungsbewußtsein jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers gefordert.

Bitte anschnallen: Ihr Leben kann an einem Sicherheitsgurt hängen

Ein enormes Sicherheitsrisiko stellt die mangelnde Gurtanlegemoral dar. Während sich österreichweit immerhin "nur" 25 Prozent der Autofahrer nicht anschnallen, sind es in Wien 40 Prozent, die ihr Leben durch das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes leichtfertig aufs Spiel setzen: Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, ist für nicht angeschnallte Lenker siebenmal höher als für angeschnallte. Das KfV fordert daher seit langem die Erhöhung der Strafen für Gurtenmuffel.

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