AKNÖ: Ein neuer Weg in der Gleichberechtigungspolitik

Großer Andrang bei "Offensiv in die Zukunft" - eine Veranstaltung von ÖGB-NÖ, AMS und AKNÖ in St. Pölten

"Die Verantwortung für die extreme Bevorzugung von Männern am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft müssen die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft übernehmen." Mit dieser kämpferischen Aussage rückte die Schweizer Unternehmerin Zita Küng das Bild der Frauendiskriminierung in eine neues Licht. Mit Aufmerksamkeit verfolgen heute über 450 BesucherInnen die Tagung "Offensiv in die Zukunft. Frauen und Männern werden gleichberechtigt". Neben Stellungnahmen von namhaften ExpertInnen und PolitikerInnen bieten die Organisatoren des Symposions - ÖGB NÖ, AK und AMS - zusätzliche Diskussionsforen an. Besonders groß ist der Andrang zum Thema Lohnpolitik und Karrierechancen.
Kein Wunder, denn Männer verdienen um durchschnittlich bis zu 36 % mehr als Frauen. Und dies, obwohl sie oft nicht besser qualifiziert sind. Mit geringen Einkommen und Aufstiegsmöglichkeiten sind Arbeitnehmerinnen übrigens auch dann konfrontiert, wenn sie keine Kinder haben. Daher ist nach Ansicht der Präsidentin der österreichischen Juristinnen, Dr. Brigitte Hornyik, ein kräftiges Gleichbehandlungsgesetz von äußerster Wichtigkeit. Zwar sei auch der informelle Druck nicht zu unterschätzen - denn offene Diskrimnierung sei unmodern geworden, und keine Führungselite wolle als "ein Haufen alter Patriarchen"
dastehen. Aber letzlich stehe und falle eine aktive Gleichstellungspolitik mit gesetzlich verankerten und einklagbaren Gesetzen. Und dazu zählen auch Quotierung, Förderpläne und Rechtsschutz am Arbeitsplatz. Mag. Maria Aigner vom AMS NÖ kann diese Forderungen aus der Praxis bekräftigen. Nur Vollbeschäftigung und entsprechende Entlohnung
garantieren Selbstständigkeit und Wohlstand. Letzlich werden die Männer ihre Verpflichtung in Haushalt und Familie wahrnehmen müssen. Hart kritisierte in diesem Zusammenhang Wirtschaftsforscher Dr. Stephan Schulmeister die Budgetkonsolidierung der Regierung. Diese würde allen Grundregeln einer sozial ausgewogenen Lastenverteilung widersprechen. Insgesamt
seien Frauen von den Sparmaßnahmen am stärksten belastet.
Am Nachmittag werden AK-Präsident Josef Staudinger und die Frauenvorsitzende des ÖGB NÖ Christa Bogath zum Thema referieren.

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