HGPD-Kaske: "Saisonverlängerungsmodell so gut wie fix"

Regierung muss auf Verordnungsermächtigung verzichten

Wien (HGPD/ÖGB). "Letztendlich haben die Sozialpartner Handlungs-und Paktfähigkeit bewiesen", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), anlässlich des Abschlusses eines Zusatzkollektivvertrages für Saisonarbeitsverhältnisse, gestern, Mittwoch. Damit wird die Saisonarbeitszeit um zwei Wochen verlängert. Kaske: "Voraussetzung bleibt aber, dass der Wirtschaftsminister auf eine Verordnungsermächtigung verzichtet. Wir lehnen jeden Eingriff in die Kollektivvertragsautonomie der Sozialpartner ab. Das muss auch Minister Bartenstein zur Kenntnis nehmen."++++

Der Zusatzkollektivvertrag könne nur unter dieser Bedingung am 1.1.2001 in Kraft treten, betont der HGPD-Vorsitzende. Die Saisonarbeitszeit soll nach Wunsch der Sozialpartner durch zwei verbindliche Maßnahmen verlängert werden: durch die Einbringung von 40 Überstunden sowie sieben Werktagen Urlaub, die während der Saison nicht konsumiert wurden. Kaske: "Außerdem wäre es wünschenswert, zu Saisonbeginn Qualifizierungsmaßnahmen zu setzen."

Der HGPD-Vorsitzende abschließend: "Die Sozialpartner tragen mit diesen Maßnahmen langfristig zu einem Kulturwechsel in der Branche bei. Mit diesem Modell gewinnen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen und die Regierung lukriert Beiträge. Nun ist es an Minister Bartenstein, dieses hervorragende zukunftsweisende Modell zu akzeptieren." (kk)

ÖGB, 30. November 2000
Nr. 1029

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Telefon: (01) 534 44/501 DW
HGPD-Presse - Katharina Klee
Telefon: 0664/381 93 67

HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB