WOLFMAYR PRÄSENTIERT EUROPÄISCHES PROGRAMM "KULTUR 2000"

Betonung des gemeinsamen Kulturraumes =

Wien, 30. November 2000 (ÖVP-PK) In Rahmen der Debatte über das Kulturbudget präsentierte ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Donnerstag, das Programm "Kultur 2000" - das erste Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft zur Kulturförderung für den Zeitraum von 2000 bis 2004. Was in diesem Programm erstellt wurde, ist ein einheitliches Finanzierungs- und Planungsinstrument, das helfen soll, eine immer engere Union der Völker Europas zu verwirklichen - ein Beitrag zur Entfaltung der Kulturen der Mitgliedstaaten unter Wahrung ihrer nationalen und regionalen Vielfalt unter gleichzeitiger Hervorhebung des gemeinsamen kulturellen Erbes. Das kulturelle Schaffen der einzelnen Mitgliedsländer wird so weiter gefördert, Kontakte und Austausch werden verstärkt, ein gegenseitiges Kennenlernen von Kultur und Geschichte der Völker Europas kann stattfinden, freut sich Wolfmayr.****

"Die Betonung eines gemeinsamen Kulturraums verstärkt das Gefühl für eigene Ressourcen, intensiviert die Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden, Künstlern, privaten und öffentlichen Veranstaltern, Trägern und Teilnehmern an kulturellen Netzen und schafft neue Bindungen", begrüßte Wolfmayr die Intention des Programms. Für das Gesamtprogramm stehen für das Jahr 2000 rund 35 Millionen Euro zur Verfügung. Drei Aktionsschritte sind vorgesehen:

Aktion 1: Bereich kulturelles Erbe

Gemeinsame kulturelle Themen und Strömungen werden durch Wanderveranstaltungen und -ausstellungen an die Öffentlichkeit gebracht, es geht um die Bereiche Mehrsprachigkeit, Neue Medien, Restaurierung, Konservierung und Aufwertung des Architekturerbes des 19. und 20. Jahrhunderts, den Bereich Buch und Lesen, pädagogisch ausgerichtete Kooperationsprojekte zur Herausgabe von Büchern und Multimediapartnern, und die Weiterbildung von Fachleuten. Kulturelle Zusammenarbeit, Veranstaltungen wie Festivals und Ausstellungen werden angestrebt.

Aktion 2: Entwicklung von Synergien

von Kultur und Bildung, Ausbildung, Forschung und neuen Technologien unter besonderer Berücksichtigung der europäischen Kulturgeschichte, weiters Kooperationsabkommen im Bereich Musik.

Aktion 3: Veranstaltungen mit europäischer und internationaler Ausstrahlung

Es geht um Unterstützung europäischer Kulturstädte, pro Stadt stehen 220.000 Euro zur Verfügung, sogenannte Laboratorien für das Kulturerbe werden eingerichtet, zuständig für Erhaltung und Schutz von öffentlich zugänglichem kulturellem Erbe von außergewöhnlicher oder europäischer Bedeutung.

Für den Bereich "Kulturelles Erbe" wurden ein Projekt unter österreichischer Federführung und 14 weitere Projekte mit österreichischer Beteiligung ausgewählt, wobei die Dombauhütte zu St.Stephan als Europäisches Laboratorium für kulturelles Erbe ebenfalls mit einer Förderung bedacht wurde, berichtete Wolfmayr.

Dieses übergreifende Kulturprogramm Kultur 2000 mit seiner über das einzelne Land weithin ausstrahlenden Bedeutung, die gleichzeitig das Selbstwertgefühl der einzelnen beteiligten Mitgliedsländer stärkt und das Bewußtsein ihrer eigenen kulturellen Identität unterstreicht, ist als wichtiger und für die Zukunft bedeutsamer Kulturbeitrag zu betrachten, im Sinn von Völkerverständigung, von Austausch, Verbindung, Zusammenarbeit und Kulturförderung, so die ÖVP-Kultursprecherin abschließend.
(Schluss)

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