Schwemlein fordert klare Schulferienregelung - Anfrage an Bundesministerin Gehrer zum Thema Herbstferien

Wien (SK) "Das jährliche Chaos durch die freie Einteilung der schulautonomen Tage weist doch auf ein Versagen der 1995 eingeführten Regelung hin", erklärt SPÖ-Abgeordneter Emmerich Schwemlein in Hinblick auf den "Ferien-Wildwuchs". Klärung dieses Themas soll die Anfrage an Bundesministerin Gehrer schaffen. ****

Seit 1995 sind die schulautonomen Tage fixer Bestandteil des Schuljahres. Wann diese fünf Tage eingesetzt werden, teilt sich jede Schule nach eigenem Plan ein. "Dadurch kann sich ergeben, dass Geschwister, die in verschiedenen Schulen unterrichtet werden, an unterschiedlichen Tagen frei haben. Durch diese Differenzen werden gemeinsame Familienurlaube im Herbst unmöglich", erläutert Schwemlein Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Darüber hinaus gestalte sich mit der derzeitigen Regelung die Abstimmung zwischen Kinderbetreuung und Arbeitszeit sehr schwierig. "Daraus ergibt sich die berechtigte Forderung von Eltern, eine klare Regelung zu schaffen. Auch SchulpsychologInnen sprechen sich für eine Herbstferienwoche aus, da Erholungsphasen effektiveres Arbeiten fördert", so der SP-Mandatar.

"Im Sinne aller Beteiligten will ich Klarheit schaffen. Eine gemeinsame Freizeitgestaltung ist für die Familie sehr wichtig! Warum sollte nicht auch Eltern, die in Saisonbetrieben beschäftigt sind, die Möglichkeit eingeräumt werden, gemeinsame Urlaube mit ihren schulpflichtigen Kindern zu planen? Warum wird nicht auf den Aspekt eingegangen, dass eingebaute Erholungsphasen zu besseren Leistungen führen?" stellt Schwemlein das derzeitige System in Frage.

"Häufig wird das Argument verwendet, es sei zu heiß im Sommer. Ist das die Vorbereitung der Kinder auf die Arbeitswelt? Wie viele Berufstätige bleiben zu Hause, weil es zu heiß ist? Davon abgesehen lässt die klimaktäre Entwicklung nicht unbedingt Juli und August zu den heißesten Monaten im Jahr werden!" erwähnt Schwemlein. Weiters führt Schwemlein den ursprünglichen Grund der Einführung neunwöchiger Sommerferien an: Mitarbeit der Kinder bei der Ernte. Dass dieser Aspekt in Anbetracht der Umverlagerung der Berufsbilder nicht mehr herangezogen werden könne, sei nicht von der Hand zu weisen.

"Wiederholt und umfangreich stelle ich die Anfrage an die Ministerin Gehrer, um notwendige Schritte zur Klärung der undurchsichtigen Situation einzuleiten. Nicht zuletzt auch deshalb, da sich Herbstferien durchaus positiv auf die Harmonisierung des heimischen Tourismus auswirken würden", schloss Schwemlein. (Schluss) se/mm

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