GEHRER: AHS-LEHRERSTREIK ZEUGT NICHT VON VERANTWORTUNG

Bildungsministerin kritisiert geplanten Lehrerstreik =

Wien, 30. November 2000 (ÖVP-PK) Kritik übte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats am geplanten Streik der AHS-Lehrer. "Bildung muss immer von Verantwortung getragen sein. Aber es zeugt nicht von dieser Verantwortung, wenn mit falschen Behauptungen Ängste geschürt werden". Gehrer bezog sich dabei auf "diejenigen, die solche falsche Behauptungen über die Schüler an die Eltern weitergeben und dafür auch gerade stehen müssen. Denn es hat nichts mit den Strukturmaßnahmen der Bundesregierung zu tun, wenn angekündigt wird, dass Sportwochen nicht abgehalten werden, dass Schüler nicht mehr beraten werden, keine Freigegenstände mehr stattfinden etc. Das ist Panikmache und Irreführung der Eltern", fand Gehrer klare Worte.****

"Ich bedaure, dass die AHS-Lehrer durch gezielte Fehlinformationen Maßnahmen treffen, die das nötige Augenmaß vermissen lassen. Und ich danke allen, die mit Augenmaß agieren und wissen, dass Lehrersein mehr ist als ein Job, sondern ein verantwortungsvoller Zukunftsberuf. Die Eltern müssen sich auf die Schule verlassen können. Deshalb freue ich mich über jeden, der konstruktive Kritik übt und sich in die Zukunftsdiskussion einbindet, aber ich lehne es ab, wenn mit Falschmeldungen Verunsicherungen geschürt werden", fuhr Gehrer fort und stellte folgendes klar:

"Struktureffekte im Bildungsbereich sind notwendig, um das Personalbudget zu stabilisieren. Diese Strukturmaßnahmen sind mit der Gewerkschaft besprochen und durchgerechnet. Ein Klassenvorstand erhält in Zukunft 20.000 Schilling pro Jahr zusätzlich für seine Tätigkeit. Dafür steht er eine Unterrichtsstunde mehr in der Klasse. Und ich weiß aus vielen Gesprächen mit jungen Lehrenden, dass sie nicht weniger arbeiten, sondern mehr verdienen wollen", betonte Gehrer. Durch diese Strukturmaßnahmen werden im AHS-Bereich und im BHS-Bereich jeweils 650 Dienstposten nicht mehr nachbesetzt. Diese 650 Dienstposten werden durch Pensionierungen, Abbau von Überstunden und das Vorruhestandsmodell aufgefangen. "Das ist gerecht und vernünftig", ist Gehrer überzeugt.

"Das Bildungsbudget wird angehoben. Aber bereits jetzt haben wir in Österreich die modernsten Schulbauten, die beste Ausstattung, wir sind Europaspitze in diesem Bereich", führte Gehrer an. "Seit fünf Jahren werden klare Schwerpunkte im Bereich der neuen Kommunikationstechnologien gesetzt: 50 Prozent aller Lehrer haben bereits den Computerführerschein, das Lehramt für Informatik wurde in Wien, Klagenfurt und Salzburg bereits eingeführt, im IKD-Bereich gibt es in Graz bereits ein Bakkalaureatstudium. Alle Schulen haben Internet-Zugang, in den Handelsakademien und HTL gibt es Tausende Absolventen, die eine grundlegende IKD-Ausbildung machen. Ausbildungsschwerpunkte werden gesetzt, angepasst und modernisiert. Darüber hinaus gibt es durch die neue Bundesregierung eine Computermilliarde, die nachhaltig und vernünftig eingesetzt wird".

"Die Regierung hat die Qualität der Bildung zum Ziel und ein verantwortungsvolles Umgehen mit Geldmitteln. Das ist neues Regieren in einer neuen Zeit", schloss Gehrer.
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