AMON: JEDER,DER IN ÖSTERREICH STUDIEREN WILL, KANN DIES AUCH TUN Antwort auf Strukturmaßnahmen kann nicht Streik auf Kosten der Schüler sein

Wien, 30. November 2000 (ÖVP-PK) Wenn 13 Prozent der Gesamtbudgetausgaben für die Bildung eingesetzt werden und im Unterrichtsbereich ein Plus von 1,7 Prozent zu verzeichnen ist, dann ist das kein Anschlag auf das Bildungssystem, wies heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon in der Bildungsbudgetdebatte im Plenum des Nationalrats die Aussagen der Vorredner Dieter Antoni und Dieter Brosz zurück. Niemand in Österreich werde zudem durch die Einführung von Studiengebühren aus sozialen Gründen nicht imstande sein, ein Studium an einer österreichischen Universität zu absolvieren. ****

Bei den Studiengebühren sei in Zusammenhang mit einer sozialer Abfederung einiges gelungen. Es sei sichergestellt worden, dass die Beihilfen und Stipendien sowohl an Breite als auch an Höhe ausgeweitet würden und die derzeitige Form der Familienbeihilfe erhalten bleibe. Zudem werde die Zuverdienstgrenze auf 100.000 Schilling erhöht, eine Jahresdurchrechnung eingeführt, und es würden fast zinsenfreie Darlehen angeboten. "Damit ist sichergestellt, dass jeder, der in Österreich studieren will, auch studieren kann", so Amon.

Amon zitierte in seiner Rede aus einer kürzlich vorgestellten Studie zur Lehrerarbeitszeit: AHS-Lehrer unterrichten - nach einer Selbstbeurteilung - 13,28 Stunden in der Klasse. Amon: "Der überwiegende Teil der Lehrer leistet eine hervorragende Ausbildung für unser Bildungssystem. Man muss aber auch berücksichtigen, dass insgesamt 122.000 Lehrer in Österreich beschäftigt sind und es 1,2 Millionen Schüler gibt. Das heißt, dass auf einen Lehrer 9,83 Schüler kommen. Wie kommen Sie so zu so hohen Klassenschülerhöchstzahlen in Österreich?", so Amon in Richtung Opposition. Alle internationalen Studien würden zudem belegen, dass nicht die Frage der Klassenschülerhöchstzahlen für die Qualität der Ausbildung relevant sei.

"Die Antwort auf die geplanten Strukturmaßnahmen im Bildungsbereich wie beispielsweise die Neugestaltung der Abgeltung der Klassenvorstandstätigkeit und der Kustodiate kann nicht ein Streik auf Kosten der Schüler sein", so der Bildungssprecher. Auch das Verständnis in der Bevölkerung dafür halte sich sehr in Grenzen. Amon zur Opposition: "Erzählen Sie Arbeitern und Angestellten ohne Jobgarantie, warum jene, die einen sicheren Arbeitsplatz haben, den höchsten Anteil an Streiks in Österreich haben." Es gebe auch keine Anstellungsgarantie, wenn jemand eine Ausbildung absolviere. "Der Planwirtschaft am Arbeitsmarkt , wie sie die Opposition gerne hätte, erteilen wir eine klare Absage".

Mit diesen Strukturmaßnahmen sei ein erster Schritt in Richtung "Kippen des Senioritätsprinzips" gelungen. In Zukunft würden junge Lehrer ein höheres Einkommen beziehen, und die älteren Lehrer nichts verlieren. "Deshalb ist diese Maßnahme sinnvoll und gut für das österreichische Bildungssystem", so Amon abschließend.
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